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-er freie» Stadt Frankfurt, »

verbunden mit dem Amtsblatt ( Organ der hiesigen Staats- M behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. « -

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(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 210

«M 22. Samstag, den 26. Januar 1856.

Abonnementspreis fur'S halbe Jahr 2 fl. 30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

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UeberblkSe der Ereignisse im Gebiete der po!rtifchen

und Materiellen Interessen.

Frankfurt, 26. Januar. Ueber dem Getreibe der großen Politik dürfen wir die Verhältnisse unseres kleinen Gemeinwesens um so weniger übersehen, alS wir offenbar inmehrfacherBcziehung an einem Wendepunkt unserer Existenz anadangt finb. Wir brauchen in dieser Hinsicht nur die neue Verfassung und dKS neue Gerichtsverfahren, die Lisch ass fenburg - Darmstädter und die Frankfurter Verbindungsba-Hn zu nennen und âiif das rasche Anwachsen unserer Vorstädte hinzuweisen. Unter diesen Umständen ist eine perio­dische Uebersicht aller Verhältnisse des StaatSlebens erwünscht und diese bietet für daS verflossene Jahr die soeben bei Boselli erschienene, in unserer Tagesgeschichte bereits be­sprochene kleine Schrift: „Frankfurt ffm Jahre 1855, mit einigen Rückblicken in die Ver­gangenheit, von L. w. L." (36 S.') Wir hoffen, daß der ungenannte Verfasser diese Zusammenstellung jährlich fortsetzen wirb, und erlauben uns einige darauf bezügliche Bemerkungen. Ueber die wohlthätigen Stiftungen sagt der Verfasser: „Ueber ihre spe­cielle Wirksamkeit legt jede dieser Anstalten alljährlich einen Rechenschaftsbericht ab, der zu Jedermanns Einsicht gelangen kann, daher wir nicht glauben, hier näher darauf ein- 'gehen zu sollen." Wir sind der entgegengesetzten Ansicht des Verfassers.' Es ist noto­risch, daß diese Rechenschaftsberichte nur von wenig Personen aufgehoben werden, eine kurze Zusammenstellung der Resultate in einem, wie wir hoffen, jährlich erscheinenden, zur Aufbewahrung bestimmten Schriftchen wäre also um so erwünschter, als manche Rechenschaftsberichte, sei es aus Bequemlichkeit, sei es aus anderen Gründen, das Zu­sammenzählen der Einnahmen unterlassen und der Verfasser hier vielen Einzelnen durch Uebernahme dieser kleinen Mühe Zeit ersparen könnte. Wir halten sogar die voüstän- dlge Mlttherlung von Testamenten wie das Krvger'sche, in diesen Blättern für zweckmäßig zur Anregung der Nacheiferung in Bezug auf eine umsichtige Vertheilunq der Gaben ; nicht minder interessant wäre eine Mittheilung der Hauptsumme der für aus­wärt r-ge milde Zwecke hier aufgekommenen Summen. Berichtigend haben wir noch zu bemerken zu S. 6, daß das „Diarium der Frankfurter Rathswahlen" nicht im Nov 1855, sondern bereits 8 bis 9 Jahre früher bei H. I. Keßler erschienen ist; eine Buch­handlung dieses Namens gibt es bekanntlich schon seit einer Reihe von Jahren nicht