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verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats- behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage. |
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(Expedition: am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse 21.)
M 302. Samstag, den 22. December 1855.
Die Abgabe von Inseraten wird bet herannahendem Weihnachtfeste möglichst Vormittags erbeten, wenn besonderer Werth darauf gelegt wird, daß solche am folgenden Tage erscheinen.
Die Expedition deS Jntelligenzblattes.
Ueberblieke der Ereignisse im Gebiete der politischen un- materiellen Interessen.
Frankfurt, 22. December. Die zweite Weltindustrieausstellung in Paris, welche in den Zeitungen während ihrer Dauer so viele Federn in Bewegung setzte, hat seitdem nur wenige zusammenfassende Schriften hervorgerufen. Diese in unserer schreibseligen Zeit beim ersten Anblick auffallende Erscheinung erklärt sich jedoch bei genauerer Betrachtung dahin, daß es allerdings nicht schwer ist, einzelne flüchtige Skizzen über daS, was man kennt und was einem gefällt zu liefern, daß aber nur Wenige in der Lage sind, in einem Buche, welches alles umfassen und doch dabei anziehend bleiben soll, über sämmtliche Ausstellungsgegenstände Bericht zu erstatten, ohne aus Unkenntniß Fehler zu machen oder durch Gelehrsamkeit langweilig zu werden. Zu diesen Wenigen gehört ohne Zweifel Georg SchirgeS, dessen zuerst in dem Frankfurter Journal abgedruckten Briefe eben wegen der Verbindung der belletristisch-Publicistischen Darstellungsgabe mit den gründlichen staatSwirthschaftlichen Kenntnissen deS Verfassers einen solchen Beifall fanden. Diese Briefe find so eben in zweiter verbesserter und vermehrter Auflage im Verlag der Schmerber'schen Buchhandlung dahier (H. Keller) erschienen und werden in dieser Form dem patriotischen Sinn und der rücksichtslosen Offenheit des Verfassers neue Freunde gewinnen. Von dieser Offenheit legt vor Allem eine Rüge Zeugniß ab, welche der Verfasser trotz feines Stolzes auf den deutschen Ge- Werbfleiß nicht umhin kann auszusprechen und die nicht oft genug wiederholt werden kann. Er sagt: Wenn dem englischen Manufakturisten mit einem Stück Waare etwas Menschliches begegnet, wenn irgendwo ein Fehler stecken geblieben ist, so sucht er ihn bei der Aufmachung nicht zu verbergen. Er bemerkt in der Faktura: Da und dort ist etwas nicht in Ordnung, hier ist ein Loch, da eine schadhafte Stelle; er schreibt an der Rechnung dafür etwas ab. An den englischen Geweben, an den englischen Garnen stimmen die schriftlichen Angaben über Länge und Fadenzahl stets mit der Wirklichkeit überein. Messen wir ein Stück Manchester-Cattun nach, so wird sich nie weniger darin finden, als auf dem angehängten Zettel angegeben ist, oft aber etwas mehr. Viele