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ZntelligenzBlatt

der freien Stadt /ranksart, ^^^ verbunden mit dem Amtsblatts Organ der hiesigen Staats-

behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage,b 1

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(Erpedition: am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse 21.)

JS 216. Donnerstag, den 13. September 1855.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30fr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblicke der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 11. Sept. Die spanischen Zustände scheinen im Augenblick sich weniger drohend zu gestalten, man scheint dort vielmehr denjenigen Weg einschlagen zu wollen, welchen weiterschauende Politiker schon seit längerer Zeit als den einzigen bezeichneten, auf dem Spa­nien zu dauernder Ruhe und gedeihlicher Entwickelung gelangen kann. Der Verkauf der Nationalgüter geht voran und in Frankreich bilden sich Gesellschaften zur Herbei­schaffung der nöthigen Capitalien, um große Complere zu kaufen und mit Gewinn zu parzelliren. Damit wird einerseits eine Menge kleiner Eigenthümer geschaffen werden, welche mit dem heutigen Zustand der Dinge stehen und fallen; andererseits wird die Zahl der Unzufriedenen und aus Noth zum Aufstand Geneigten vermindert, indem der Staatsschatz auf diese Weise die Mittel erhält, seinen Verpflichtungen nachzukommen. Nun werden he Umtriebe der Hofkamarilla, die Kämpfe zwischen den Fraktionen der jetzt herrschenden Partei, die Anschläge der Karlisten und Socialisten weniger bedenklich. Ein besonderes Element freilich bedarf in Spanien der Beachtung: das'Heer, sonst des Aufstandes Feind, hat ihn in Spanien stets genährt. Unseren Lesern dürften daher etnige Nachrichten über dasselbe willkommen sein, welche wir den im zweiten Augustheft der Minerva mitgetheilten Auszeichnungen eines höheren deutschen Offiziers, der im Jahre 18ü2 Spanien besuchte, entnehmen. Die heutige Armee Spaniens ist in Uniformirung und innerer Einrichtung und Reglement eine getreue Kopie der französischen .Die Stärke des ste­henden Heeres betragt an Fußvolk: 1 Gardegrenadierregiment, 45 Regimenter Linie zu 3 Bataillonen und 18 Jägerbataillons, zusammen 68,000 Mann; an Reiterei: zwei Siu rafftet*, 13 Uhlanenregimenter und 13 Jägerschwadronen, zusammen gegen 12,000 M. ossylt man dazu 10,000 Artilleristen und technische Truppen, so erhält man die Gesammt- starke von 90,000 Mann für den Frieden, während der Kriegsfuß das Doppelte beträgt. Zu dieser Armee gehören nicht weniger als 633 Generale — eine Zahl, welche manches Blatt aus der neueren Geschichte Spaniens erklärt. Conscription und Stellvertretung infttanfreicft; die Dienstzeit ist für Fußvolk 8, für Reiterei und Ar- Der Gemeine hat 14, der Unteroffizier 35 kr. täglich, der Lieutenant

Mrllch 700 fl. In den Kasernen herrscht große Ordnung und Reinlichkeit. Auf die