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der freien Stadt Frankfurt, ^^^.

verbunden mit dem Anitsblatl, Organ der hiesigen StaatS-

behörden, und den Frankfurter Nachrichten als Extrabeilage.» I

(Expedition: am Geist-förtcherr, SchlachthauSgaffe 21.)

M 208. Dienstag, den 4. September 1855.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2fl.30kr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblicke der Ereignisse im Gebiete -er politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 3. September. In den Berichten über die gegenwärtig auf Helgo­land und bei Shorncliffe in der Errichtung begriffene deutsche Legion ist so häufig von der alten deutschen Legion (King’s German legion) die Rede, daß eine übersichtliche Geschichte der letzteren für manchen Leser wohl Interesse haben dürfte. Nachdem der Bertrag von Suhlingen am 3. Juni 1803 das Hannoversche Heer aufgelöst, Kriegsmaterial und Fe­stungen den Franzosen überliefert hatte, erhielt am 28. Juli der Oberstlieutenant van der Deecken den Auftrag 4000 Mann fremder Truppen anzuwerben. Kurz nachher erhielt auch Major Halkett den Auftrag, ein Bataillon Fremder zu werben; Alle sollten sich in Symington in Hampshire sammeln. v Am 10. August erging besonders an die Deutschen eine königliche Aufforderung, und am 13. Oktober konnte schon das King'S German-Regiment aus der Insel Wight gebildet werden. Die Werbungen hatten einen so guten Fortgang, daß man den Plan erweiterte und einen vollständigen Heerestheil mit allen Waffengattungen aufzustellen beschloß. Im December 1803 zählte die Legion 3 Bataillone und 8 Schwadronen nebst Artillerie, im Januar 1805 aber schon ein Dragoner- und Husarenregiment, 4 Linien- und 2 leichte Bataillone, 2 reitende und 3 Fußbatterien und 1 JngevieurcorpS. Anfangs 1807 aber zählte sie 11,000 Mann in 5 Reiterregimentern, 10 Fußbataillonen und 6 Batterien. Am 29. Mai 1807, nachdem beinahe 4 Jahre auf ihre Bildung verwendet waren, wurde der größte Theil zum ersten ernsten Feldzng eingeschifft; sie nahmen am Feldzuge in Jütland rühmlichsten Antheil und durch Ueberraschung und Einschüchterung nahm der Rittmeister von Krau- chenberg mit seiner Husarenschwadron die von 800 Mann besetzte dänische Festung Friedrichöwerk ein.

Nach der Uebergabe Kopenhagens im Oktober wurde die Legion nach England ein­geschifft, aber im Dezember schon nach der pyrenâischen Halbinsel gesandt, welche der Schauplatz ihres unsterblichen Ruhmes werden sollte. Einzelne Abtheilungen waren gleichzeitig in Sicilien theils zum Küstenschutz, theils zu Expeditionen gegen das Fest­land verwendet; noch andere nahmen an der unglücklichen Expedition gegen Malchern 1809 Theil r der Haupttheil der Legion rückte nach der Schlacht bei Vittoria aus Spa-