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Blatt

nden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen StaatS- , und den Frankfurter Nachrichten als Ertrabeilage.

(Erpedition: am Geistpförtchen, SchlachthauSgasse 21.)

J£ 164. Samstag, den 14. Juli 1855.

Abonnementspreis für'ö halbe Jahr 2jl30fr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: G kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

Ueberblicke der Greignisfe im Gebiete der politischen un- materiellen Interessen.

Frankfurt, 14. Juli. Man scheint es nach dem letzten verunglückten Sturm und nach dem Rücktritte Oesterreichs allmählich in London und Paris doch zu be­reuen, auf die österreichischen Vorschläge hin, nicht Frieden gemacht zu haben. Längst ist der Thatendurst übersättigt und man fragt bei diesen endlosen Opfern: Wie soll das enden? Daß ein großes Continentalgebiet nicht durch eine Blokade bezwun­gen werden kann, weiß Frankreich am besten; es hat 10 Jahre hindurch nicht nur die Continentalsperre, sondern auch, was Rußland nicht zu befürchten hat, den Verlust großer Handelsflotten und reicher Colonien überdauert, und gerade durch diese Sperre hat seine Industrie sich entwickelt. Was hindert Rußland, seine Rohprodukte, denen man den Ausgang versperrt, selbst in Halb- oder Ganzfabrikate zu verwandeln? Jemehr in dem russischen Volksbewußtsein der ursprüngliche offensive Charakter des Krieges durch die Verwüstungen des eignen Landes verdrängt wird, um so mehr muß er als Nationalkrieg erhebend auf den Sinn der Nation wirken, sowie er schon entschieden be­günstigend auf die< vernachlässigten Verbindungswege des Gedankens wie des Körpers im Süden gewirkt hat. Allerdings wird auch Rußland nicht ohne Verluste an Men­schen und Geldkräften, welches immer der Ausgang sein mag, aus dem Kampfe hervor­gehen, aber ein Nationalkampf, welches auch sein Ausgang sei, pflegt in seinen wohlthätigen Wirkungen die materiellen Nachtheile zu überdauern. Begann doch auch der nationale Aufschwung Piemonts mit der ungerechten Invasion in die Lombar­dei; endete er gleich mit der Niederlage von Novara, so datirt doch von hier trotz aller Menschenopfer und Finanzzerrüttung die Stellung, welche unbestritten in materieller wie politischer Beziehung das sardische Reich an der Spitze Italiens einnimmt. Für Frankreich steht die Frage weit einfacher, hier ist der Krieg mehr eine Hemmung des gewerblichen Aufschwungs, welcher seit 1852 sich entwickelt hatte. Der erste Napo­leon, auf dem Höhenpunkt seiner Macht und mit einem um die Hälfte größeren Reiche, mit einem Heer von mehr als einer Million Soldaten, hatte als stärkstes Büdgetjâhr-