Zntelligenz-BIatt der freien Stadt Frankfurt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staatsbehörden, und den Frankfurter Nachrichten als Gratisbeilage.
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Jl£ 82. Samstag, den 7. April 1855.
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Ueberblièke der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.
Frankfurt, den 7. April. Nach den übereinstimmenden Angaben unterrichteter Blätter mehren sich die Anzeichen eines friedlichen AuSgangeS der Wiener Conferenz. Man hat der Reife des Kaisers Napoleon nach London eine kriegerische Bedeutung beigelegt, ohne indessen zu erwägen, daß England und Frankreich bei Aufwendung aller Streitkräfte nicht im Stande sind, einen demüthigenden Frieden Rußland aufzuzwingen, und daß Oesterreich fortwährend seine alte Politik des Zuwartens befolgt. Das Wiener Cabinet weiß die Vortheile seiner Stellung sehr wohl zu würdigen und die Aussichten, welche die Vertheidiger seiner Politik seit einem Jahre für Oesterreichs Betheiligung am Kriege gegen Rußland erregten und immer um einige Tage in die Ferne rückten, hatten eben nur den Zweck, in Deutschland die Meinung von der großen Kriegslust des „verjüngten Oesterreichs" zu verbreiten. Wir haben den Kern dieser Politik in diesen Ueberblicken unermüdlich bloßzulegen uns bemüht. Es ist nun gar kein denkbarer Grund zu einem Kriege Oesterreichs gegen Rußland vorhanden, nachdem dessen Regierung diejenigen Zugeständnisse gemacht hat, welche wesentlich ein deutsches Interesse haben. Wer aber künftig Herr deS fchwarzen Meeres ist, das kann für das Wiener Cabinet schwerlich der Gegenstand einer Kriegsfrage sein! Nachdem alle Agitationen der österreichischen Propaganda erschöpft waren, trat Graf Buol auch in den Unterhandlungen mit besonderer Mäßigkeit auf, was denn zur Folge hatte, daß Kaiser Napoleon,