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Intelligenz-Blatt der sreitu Stadt Maksart, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats­behörden, und den Frankfurter Nachriasien als Gratisbeilage

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(Erpedition: am Geistpförtchcn, Schlachthausgasse 21.)

M 76. Samstag, den 31. März 1855.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2 fl. 30fr. Tägliche Ausgabe außer Montags. Einrückungsgebühren: 6 fr. für die ganze, 3 fr. für die gespaltene Zeile.

ZE" Abonnements-Beftellungen auf das Jntelligenzblatt werden täglich in der Erpedition angenommen.

^^^ Inserate aller Art iir diesen in hiesiger Stadt und Um­gegend in 41000 Exemplaren verbreiteten und in jeder Familie hier gelesenen Blättern können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besonders auch die geehrten Besucher der hiesigen Messe aufmerksam ge­macht werden.

'" ""........... ..........— ■■"■■■■"■ .......... T ' Ueberblirke der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 31. März. Es ist in der letzten Zeit vielfach die Behauptung aus­gestellt worden, daß in der gegenwärtigen europäischen Verwickelung Oesterreich allein die Vertretung der Deutschen Interessen übernommen habe, welche, hauptsächlich durch Preußens schwankende und unsichere Haltung gefährdet sein sollen. Wir sind immer der Meinung gewesen, daß das erste und höchste deutsche Interesse, welches allen andern vorgeht, die Wahrung der deutschen Selbstständigkeit und Unabhän­gigkeit dem Aus lande gegenüber sei. In welchem Sinne das Wiener Cabinet die­ses deutsche Interesse versteht und wie es dasselbe, namentlich Frankreich gegenüber wahrzunehmen gemeint ist, hat die österreichische Depesche vom 28. Februar vor Augen gelegt. Während man in Wien so großes Gewicht auf die Opfer legt, die man zur Vertretung der deutschen Interessen — in der Türkei bringt, hielt man es mit seiner Art der Vertretung deutscher Interessen vereinbar, vertrauliche Verhandlungen im Schooße der deutschen Bundesversammlung dazu zu benutzen, um dem Auslande „angebliche ^Demonstrationen" mitzutheilen.

Anders versteht allerdings Preußen die Vertretung der deutschen Interessen. Dafür legt die Depesche des Ministerpräsidenten vom 2. März Zeugniß ab. Dieser, an den preußischen Gesandten zu Paris gerichteten Depesche, die sich auf Beschwerden des französischen Gesandten über angebliche, die Gründe des Bundesbeschlusses vom 8.