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irr freien Stadt /rnnkfnrt, verbunden mit dem Amtsblatt, Organ der hiesigen Staats­behörden, und den Frankfurter Nachrichten als

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(Erpedition: am Geistpförtchen, SchlachthanSgassc 21.)

Jfë 74. Donnerstag, den 29. März 1855.

Abonnementspreis für's halbe Jahr 2fl 30fr. Tägliche Ausgabe außer Montags.

Einrückungsgebühren: 6 kr. für die ganze, 3 fr. für die gespaltene Zeile.

Mss^ Abonnements-Bestellungen auf das Jntelligenzblatt werden täglich in der Erpedition angenommen.

Hgägsr' Inserate aller Art in diesen in hiesiger Stadt und Um­gegend iü 4000 Exemplaren verbreiteten und und in jeder Familie hier gelesenen Blättern können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besonders auch die geehrten Besucher der hiesigen Messe aufmerksam ge­macht werden.

Ueberblicke der Ereignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, 29. März. (Zür Situation.)' Die Anzeichen deS Friedens mehren sich von allen Seiten und so werden schwerlich Spanier und Portugiesen, ja, vielleicht nicht einmal die Piomontesen zum Schlagen kommen. Der englische Bevoll­mächtigte Lord John Russel hat seine Sehnsucht, ein Friedensprotokoll zu unter­zeichnen ausgesprochen, und in der That beginnt, jetzt der Krieg auf Finanzen und Gewerbe Großbritanniens den verderblichsten Einfluß zu üben. Von österreichischer Seite sollen nach der Kölnischen Zeitung besonders von Freiherrn v. Prokosch und v. Bruck durch Mäßigung der übertriebenen westmächtlichen Ansprüche auf den Frieden hinarbeiten, der letztgenannte nicht nur in seiner Stellung als Finanzminister, sondern auch als ehemaliger Col­lege deS Lord Recliffc in Konstantinopel. In der That hat Oesterreich biS jetzt auch ohne Schwertstreich die größten Vortheile davon getragen und den Schauplatz eines der vier Garantiepunkte als Pfand genommen so daß cs mit seinem Antheil zufrieden sein kann. Dagegen hat bisher Frankreich die mit der Waffenehre Rußlands ebenso unverträg­liche als durch den bisherigen Gang der Belagerung wenig gerechtfertigte Deutung des dritten Garantiepunktes auf Schleifung Sebastopols festgehalten. Wir glauben, daß nach dem vereitelten Angriff auf den Malakoffthurm diese Auslegung aufgegeben werden