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Zntelligenz-Blatt

der freien Btadt Frankfirrt.

(Expedition r am Teistpförtchm, SchlachthauSgaffe 21.)

â 302. Donnerstag, den 21. December 185&

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Neherblick der Ereignisse im Mebiete der politischen und materiellen Interessen.

e Volk hat nicht wie die armen

zum Kriegsdienst. Einen

Frankfurt, 21. December. Die Nachricht, daß hier auf englische Rechnung für die Krim geworben würde, war allerdings etwas verfrüht, aber bald wird sie zur Wahr^ Heit werden. Dem englischen Parlament ist gleichzeitig mit dem Mtlizgesetz der Vor­schlag zur Bildung einer Fremdenlegion von 15,000 Mann vorgelegt worden und auS den darüber stattgehabten Verhandlungen ergibt eS sich, daß eS dabei auf Deutschland abgesehen ist. Wo auch sollte man sich sonst hinwenden, da die Schweiz dem gesteiger­ten Bedarf von Rom und Neapel kaum genügen kann und die Rücksicht auf OesterretH die Verwendung revolutionärer italienischer, polnischer und ungarischer Flüchtlinge aus« schließt, deren Zahl auch für den Zweck zu gering seyn würde. Zwar ist daâ Milizgesetz vorgelegt und man erinnert sich der Großsprechereien, in welchen englische Blätter sich ergingen über die Hunderttausende , welche England auS eignen Söhnen zur Zett des ersten Napoleon unter den Waffen gehalten, woran sie die Behauptung knüpften, daß Großbritannien mit der doppelten Bevölkerung und gestiegenem Reichthum , ungefchwäch» durch vorhergehende Kriege, leicht das Doppelte leisten könnte; aber die Verhältnisse bleiben eben doch wie sie find. Daö eigentlich englische m " ' " ‘ "

rüstigen Hochschotten und die handfesten Irländer Re!

Kampf gegen Rußland führt man nicht mit einem Miltzgesetz, welches" den Officterew ohne Schaden an ihrer Ehre, dem auswärtigen Kriegsdienst sich zu entziehen gestattet, und der Mannschaft nach beendigter Dienstzeit heimzukehren erlaubt. Es ist wohl keinem Zweifel unterworfen, daß man in England bei der Bildung der Fremdenlegion haupt­sächlich auf Deutschland rechnet. Haben doch deutsche Gold-Truppen leider schon wieder- holt fremde Schlachten geschlagen; eS hat sich sogar ereignet, daß von beiden kriegfüh­renden fremden Mächten in Deutschland geworben wurde und auf die Weise Deutsche gegen Deutsche knüpften. Die Hessen im nordamerikanischen Befreiungskriege trafen wie* S’Si^H^ » d deutsch-virginischen Regimentern blutig zusammen

und bei Victoria^1813 deckten die Nassauer den französischen Rückzug, während die &$***? und leichte Artillerie der deutschen Legion (Hannoveraner), welche die Spitze deS englischen HeereS bildeten, sie niederritten und mit Kartätschen zusammen- schmetterten. Kurz, nur Deutschland hat gegen eine englische Werbung Proteste zu erheben; England hatte mit den geleisteten Diensten von jeher die höchste Ursache zuftie- den zu seyn. Wenn Lord Tllenborough gegen die Zuverlässigkeit der deutschen Trup­pen Bedenken erhebt, so ist dem edlen Lord ein gründlicheres Studium der Kriegsgeschichte zu empfehlen. Den BuvenbeißermuH der Engländer in Ehren, aber die Wachsamkeit