Intelligenz Blatt
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(Expedition: am Teistp^rtchen, Schlachchausgaffe 21.) | J
M 296, Dowerstag- dm 14, December 1854. '^^^
Ueberblick der Ereignisse im Gebiete der politische« ««d materiellen Interessen»
Frankfurt, 14. December. In der auswärtigen Politik ist fett dem Abschluß der Allianz vom S. December kein nennenSwertheS Ereigniß vorgefattett und der nächste bedeutungsvolle Vorgang tritt erst mit dem Anfangs des kommenden JahreS in den Kreis der geschichtlichen Ereignisse. Er wird die wichtige Entscheidung dèS Kaisers von Rußland auf die Anträge der Alliirten melden und die erste Entscheidung über die gegen«'
K ... —-^ treffen. Diese sind in der That durch die tiepunkte Rußlands unterm 28. November und
land aus die Anträge der Alliirten melden und tig austauchende» Hoffnungen des Friedens tri unbedingte Annahme der vier Garani ' „ ___
durch die Allianz vom L. December insofern' angeregsi, als in untèrrichteten'Heisen wenigstens nichts von jenen Bedingungen bekannt geworden, welche englische Blätter in Betreff cher Schleifung der Werke von Sebastopol und der Vernichtung der russische» Seemacht durch russischen Hände melden. Nur Besiegten darf man dergleichen An- Ae â Aussicht auf A nn ahu:e stellen und die Antwort des Petersburger Cabtnets läßt sich in einem solchen Falle voraussagen, Man bracht nicht den Anmaßungen Rußlands das Wort zu reden und ebenso weni^den Much und die Opftrsähigkeit der Engländer in Zweifel zu ziehen, um der Ansicht zu seyn, daß die englisch- Presse sich die DeMuthigung Rußlands doch zu leicht denkt, und daß man nicht wohtthut, des BL-eu Fell theilen zu wollen, bevor er erlegt ist. Wollen daher die Verbündeten die Verhandlungen mit einiger Aussicht auf Erfolg beginnen, so können sie nicht Anträge «t Ruß- »â^llen, welche dessen Regierung nur die Wahl zwischen Schande oder verzwetfèm Kampfe übrig lassen. Wir furchten, daß man sich dabei ebenso sehr täusche» werde, als mit der Erwartung des schnellen Falles von Sebastopol. Die Erwartung, daß Oester» reich nur gemäßigten Forderungen an Rußland seine Zustimmung werde gegeben haben, hat ihren Grund darin, daß Preußen und der Bund de» Zusatzaut^el nur unter der Voraussetzung der Beibehaltung deS Umfanges der vier ®^ ""/ ie n v er e in bart haben. In demselben findet sich nun weder eine Hindeus SS?? tS^^Ä fWlW^ W °uf die Abtretung der Sulina« mundung, noch auf die Schleifung Scbastopols. Wir: glauben selbst, daß die Donauschifffahrt so lange Veranlssfung zu Streitigkeiten mit Rußland geb?» wW, bis
?" betreffende Arm der Donau für ein neutrales Gebiet erklärt oder den Donaufürsteuthümern wieder einverleibt find, aber es würde schwer seyn, viele iSim^ ?^ »âMnkte herzuleiten. Bis jetzt hat nur die allgemeinen
Bestimmungen der Allianz vom 2. December, nicht aber die besondere Interpretation derselben bekannt geworden, und es bleibt daher noch unentschieden, in welcher Weise die
egenwär-