ZnteMgenz-BlatL
der freien Stadt FrankArt. ^^
(Expâtion: am Geistpförtchm, SchlachthMßgaffe 2L)
M 292 Samstag, bett 9 December 1854.
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Frankfurt, den 9. December. Die Times, welche früher über Preußen allein die Schalen ihres Zornes ausgössen, haben neulich auch Oesterreich sich zum Glich- blatterwählt, und drohen gleichzeitig mit der Revolutionirung Ungarns und Italiens, welches letztere „mit der Pfeift eines französischen CorporalS in Brand gesteckt werden" soll. Dies läßt uns schließen, daß der Inhalt des Dom Moniteur so lakonisch gemeldeten Bündnisses, das Oesterreich am Jahrestag von Austerlitz, am Jahrestag der Thronbesteigung der drei christlichen Kaiser von Europa, mit den WestALchtsn abgeschlossen, nicht unbedingt kriegerischer Natur sey. Auch die österreichische Cor- respondenz deutet darauf hin, daß sein Zweck auf Wiederherstellirng des Friedens sey. Das genannte Bündniß ist eben aus dem neuen Zusatzartikel zwn Aprilvertrag hervor- gewachsen, wie auS dem Abschluß des Aprilvertrags mit Preußen , dem am 24. Juli der Bund beitrat, der Berrrag Oesterreichs mit der Pforte vom 14. Juni hervorging. Auf der andern Seite sind die Westmächte unter sich und mit der Pforte durch einen Vertrag verbunden, welcher einseitigen Friedensschluß verbietet. Zwischen i beiden Tripelallianzen; England, Frankreich. Türkei und Oesterreich, Preußen, deutsche,.- Bund, bildet die Convention vom 2. December. Die Brücke zur Verständigung über gemeinsame Friedensvorlagen. SS scheint nach der österreichischen Correspondenz, daß Oesterreich daS letztgenannte Aktenstück ebenfalls seinen deutschen Bundesgenossen vor!legen wird; denn die Unentbehrlichkeit der deutschen Staaten beweist jeder Tag mehr, Wie wegwerfend auch die Times bet Besprechung der preußischen Thronrede dieselben behandeln mögen. Diese« Blätt aber verwickelt sich aber dabei in die ärgsten Widersprüche, indem eS beginnt: „Die deutschen Mächte überschätzen ihre Bedeutung -, dann hinzusügt: „ihr Zutritt habe den Ausbruch des Kampfes verhindern oder den Krieg auf einen Feldzug beschränken können "; und damit schließt: „Oesterreich habe durch den Zustand feiner Armee und die Besetzung der Donausürstenthümer eine gewisse Bedeutung". Wir glauben bet dem Charakter deS Kaisers RicolauS und dem Zustande der russischen Wehrkraft nicht, daß der Beitritt Deutschlands zur Action den Krieg verhindert oder auf die Dauer eines Feldzugs beschränkt hätte^ zumal da erst im Herbste die deutsche Streitmacht zu einem offensive« Winterftldzuge gegen Rußland bereit gewesen wäre. Wir glauben aber ebensowenig, daß die Wichtigkeit Deutschlands für die Entscheidung des WeltkampftS, welche die T'.. meS selbst anerkennen, durch die Zögerung dieses Jahres vermindert worden ist, zumal da die englische Landmacht als ganz ungenügend sich herausgestellt hat. Im Neblige» können wir die Vertheidigung Oesterreichs gegen die Angriffe der Times Ye« Lloyd über§