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Intelligenz-Blatt der freien MM Frankfurt. zfj^ - — —8 WWMA

(Expedition: am Geistpförtchen, Schlachthausgaffe 21.) 1 Z

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M 282. Dienstag, den 28. November 1854. ^^

Ueberblick der GreigniffeUmj Gebiets der politische« «ud materiellen Interessen.

Frankfurt» 28. November. Die „ Pr. Corresp.â enthält über die gegenwärtige Situation einen bemerkenswerthen Artikel, den wir hier folgen lassen: Ts kann uns in unseren Ueberzeugungen nicht erschüttern, wenn von einem Theile der Presse her sich ein vielstimmiger Chorus des Widerspruchs gegen den von uns angeregten Gedanken erhebt, daß die augenblickliche Lage der Dinge die Möglichkeit erfolgreicher Friedensverhand­lungen nicht ausschließt, und daß ein Eingehen Rußlands aus die vier Garantie-Bedin­gungen einen günstigen Anknüpfungspunkt darbieten würde. Wir halten die Ansicht fest, daß die Westmächte, trotz der kühnen Unternehmungen der jüngsten Zeit und trotz der gewaltigen Anstrengungen, die sie zur Fortführung des Kampfes machen, den ursprünglichen Zweck des Krieges — Erhaltung ves Besitzstandes der Pforte und Sicherung eines dauernden Friedens im Orient — keinen Augenblick aufgegeben haben. Alle abenteuerlichen Combinationen, den?" der russisch-türkische Zwist als Handhabe gilt, um, nach der Methode mittelalterlicher Adepten, das alte Europa zu zerstücken und in ein Chaos zu werfen, aus welchem dann ein neues Staatensystem, nach irgend welchem Phantasie-Muster gemodelt, hervorgehen soll—alle solche Combinationen können nur in den Köpfen politischer Fanatiker ihren Ursprung haben, nicht aber in den Sphären der Cabinette, wo man vor Allem die Pflicht anerkennt, den gegebenen Br- hältniffen und den positiven Bedürfnissen der Gegenwart Rechnung zu tragen, wo man die Verantwortlichkeit für ein Verfahren zu übernehmen hätte, welches die Ruhe und den Wohl­stand der Völker für gewagte, in die Nebelferne hinausgreifende Spekulationen auf das Spiel setzt. Wohl ist es einleuchtend, daß weder Preußen noch irgend ein Staat das Recht hat, den Westmächten die Bedingungen vorzuschreiben, unter denen sie Frieden schließen sollen; aber es ist auch aller Welt bekannt, daß die Punkte, welche wir als geeignet zur Anknüpfung von Friedensunterhandlungen bezeichneten, das eigene, selbstständige P-ogramm der westlichen Regierungen enthalten, über welches bis jetzt noch keine ofsiciellen Andeutungen von jener Seite her hinausgehen. Vor Allem aber legen wir darauf Gewicht, daß die das August-Programm überflügelnden Projekte, welche in der Presse auftauchen, sich so vollkom­men in den unermeßlichen Räumen der Phantasie verlieren, daß ihnen jeder Zusammenhang mit dem Gebiete der Wirklichkeit und vollends mit dem positiven Boden gouvernementaler Politik schlechterdings abzusprechen ist. Man glaubt seine Staatsweisheit auf ein hohes Pie- destal praktischer Einsicht und kühner Entschlossenheit zu stellen, indem man erklärt, der im Orient ausgebrochene Streit könne nur durch die Waffen, nicht durch diplomatische Note» zum Auètrag kommen; doch man vergißt, daß in unserer Zeit das Schwert nur der Feder den Weg zu bahnen hat. Ob das Blut auch noch in Strömen fließe, die endgültige Fest«