Einzelbild herunterladen
 

ri$ Devrient, Japh a und Zizold bestens unterstützt und sämmtliche Mitwirkende Loten glänzende Blumen ihres schönen Tal-enteS, die sich freundlich um den interessanten Abend schlangen und lieblichsten Zauber verbreiteten; der rauschendste Beifall war ihr &>N= - Z.

M-meOs MEsichte«.

*** Aus Holstein, im Oct. Wieder hat einer der entlassenen neuen Kieler Pro­fessoren eine Stellung erhalten. Prof. Stein, der national-ökonomische Schriftsteller, geht in der Kürze nach Wien, wo er, wie es heißt, im Ministerium beschäftigt werden soll. Sein Leidensgefährte, Professor Ravit, der nach seiner Entlassung in Kiel eine Art Wankgeschäft etablirte, welches jedoch keinen rechten Fortgang zu finden schien, hat im ge­genwärtigen Augenblicke auch die Aussicht zur Erlangung einer sogar glänzenden Existenz. Er ist wit der Errichtung einer neuen Feuerversicherungs-Gesellschaft, der „Hansa", deren Director er später werden soll, in Bremen und Hamburg beschäftigt.

*** Hamburg. Am 25. Oct. ist der erste Versuch einer directen telegraphischen Eommuriicasion zwischen Hamburg und Petersburg mit vollständigstem Erfolge gemacht worden. Auf eine um 9 Uhr 35 Minuten von hier abgesandte und in demselben Moment (d. h. nach Petersburger Zeit um 11 Uhr 5 Minuten) in Petersburg eingetroffene Anfrage erfolgte sofort die Antwort, welche unter Anderm meldete, daß in Petersburg ein gelinder Frost von 3° Kälte sich eingestellt habe. Rußland unterhandelt jetzt um den"Ein­tritt in den deutsch-österreichischen Telegrapbenverein und es wird, sobald derselbe erfolgt ist, auf zwei Wegen die telegraphische Verbindung mit Rußland vermittelt werden, nämlich einerseits von Königsberg über Gumbinnen, Stallupöhnen, Mariopol nach Petersburg, än- Lererseits über Myslowitz und Warschau.

*** Stettin. Die „Osts. Ztg." schreibt: „Bereits vor einigen Lagen wurde uns von Hamburg aus mitgetheilt, daß in England die Ausfuhr von Cement verboten sey, weil der­selbe zu Festungsbauten in Rußland verwendet werden könne. Da wir in englischen Blättern keine Bestätigung dieser Nachricht fanden, so nahmen wir Anstand sie zu verbreiten. Wie wir jedoch jetzt erfahren, ist das Verbot in der That bei Abladungen nach verschiedenen Orten (nach Hamburg, Stralsund und Danzig) in Kraft getreten."

*** Bukarest. Die walachische Regierung hat über das Vermögen der Klöster in -er Walachei, deren Mönche die russische Sache gegen das patriotische walachischeElement aus allen Kräften unterstützt und der nationalen Partei manche Wunde geschlagen haben, wich­tige Anträge in Verhandlung genommen, und die reich dotirten Klostcrcasscn werden allem Anscheine nach in der nächsten Zukunft nicht mehr ausschließlich für russ. Zwecke, sondern für die walachische» Volks bedürfn isse verwendet werden.

V Paris. Dem Vernehmen nach hat sich in der in Ostende stattgehabten Zu- samMenkunst mehrerer nordamerikanischer Gesandter nur ein einziger, Hr. Mason, gegen eine Occupâtion Cuba's ausgesprochen; die übrigen anwesenden Diplomaten der Union hätten ihre Meinung im Sinne dieser Eroberung kundgegeben. V '

Der „Moniteur" meldet, daß der Kriegsminister vom General Canrobert folgende Depe­sche erhalten hat: „Hauptquartier vor Sebastopol, 13. Oct. In der Nacht vom 9. auf den 10. haben wir die Lrancheen eröffnet. Der Feind, welcher uns auf diesem Punkte nicht zu erwarten schien, hat diese Arbeit, die wir thätig fortsetzen, nicht gestört. Ich hoffe, daß wir übermorgen, am 15. October, 66 Geschütze in Batterien ausgestellt haben werden. Seit dem 10. Morgens hat der Platz uns in Zwischenräumen sehr heftig beschossen, aber ohne allen Erfolg. Unsere Verluste sind beiläufig gleich Null. Die Arbeiten der englischen Armee rücken parallel mit den unserigen vor. Das Wetter, welches kurze Zeit sehr schlecht und - ^«tztt kâ war, ist glücklicherweise wieder schön."

K Der französische Geschäftsträger meldet dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten: ^Ksnstantinopel, 18. Oct. Zwei Kriegsschiffe, ein französisches und ein englisches, kom-