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Zntettigenj Blatt der freien Stadt Frankfurt. ,^^

(Expeditions-Comptoir am HK Geistpfitrtchen M 214*.). I J

M 248. Donnerstag, dm 19. Octover 1854. ^^g^

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Frankfurt, 19. October. Die Verhältnisse, in welchen der deutsche Bund zur österreichischen Besetzung der Donaufârstenchâmrr sicht, sind mehrküch verwirrt worden; wir halten eS daher nicht für überflüssig, auf die geschichtlichen Hauptpunkte zurückzu- kommen, welche sich auf diese Angelegenheit beziehen uud die wir der „Zeit" entlrehme». Zunächst muß man festhalten, daß Rußland über den Pruth zurückgegange» ist. Dabei sind die russischen und österreichischen Deutungen dieser Thatsache ebenso gleichgültig, als die verschiedene Darstellung dieses Schrittes von beiden Seiten natürlich ist. Man hatte sonst immer nur Spott in Bereitschaft, wenn die Russen einen Rückzug aus strategischen Rücksichten erklärten; nur, als diese Phrase auf den Rückzug über den Pruth angewendet worden, bestand man hartnäckig daraus, ihr eine tieft Bedeutung bei. zulegen. Als Oesterreich am 14. Juni die bekannte Convention mit der Pforte schloß, geschah dies in Aussicht auf Krieg, nachdem aber Rußland friedlich die Dowaufür- stenthümer geräumt und Omer Pascha mit 100,000 Wann bereit stand, das Land für seinen Herrn zu besetzen, lag eigentlich kein Grund für Oesterreich vor, dieß Amt zu übernehmen, und wenn eS dabei keinen Widerstand fand, so lag dieß in den verschiedenen Deutungen, welche Oesterreich bei den einzelnen Regierungen diesem Schritte gab Es hatte Niemand etwas gegen den Marsch Coronint'S zu erinnern, am wenigstens Preußen,- da eine solche Intervention in einem von den Truppen deS rechtmäßigenHerrn- schon besetzten und von Niemand bedrohten Gebiete ganz unzweifelhaft außer oeS AprtlvertragS lag und nicht zu erwarten war, daß Oesterreich für die Folgen eines so offenbar im eignen Interesse geschehenen Schritte jemanden anders mit verantwortlich machen werde, als sich selbst. Was Oesterreich für sich in der Wallachei und h"i her Moldau sucht, darüber mögen heute nur noch Wenige in Zweifel seyn DieProffamaüur des Feldzeugme-ste;s von Heß an die Bewohner der Fürßeuihümer hat dies gezeigt

- „ ,. . , ^ârstenlhümer hat dies geteilt

Dre Witderemfttzung des Fürsten Gtirbey in Bukarest, gegen den Wunsch und den Willen a^k. T.°ste' ^ Oesterreichs Werk. Die türkische Regierung hat alle Ursache, mit diesem LehnSträgtr unzufrieden zu seyn ; seine Person und seineRegierungSweise strd im 'aaw” Lande verhaßt. Wie man türkischrrseits darüber denkt, das giebt sich sehr deutlich irr