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M MaSAS. Zn Burgos/ der- Hauptstadt Altcastiliefts, hatten amÄ7/ Mste vmuhett statt. Pöbelhauten rotteten sich unter dem Bewände der Theuerung der Getreide MaMnen und plünderten mehrere Fruchtmagazine. Sofort wurde der Belagerüngsstand verkündet ünd^ die Lnncntruppen im Vereine mit der Natidnalgarde stellten alsbald die Ruhe wieder her. Einerder Aufwiegler würde durch einen Degenstich getödtet. Die Tumultuanten , welche von- gchemien Agenten der Umfturzpartei aufgewiegelt gewesen seyn sollen, leisteten der bewaffneten Mrcht keinen Widerstand und zerstreuten sich bei deren Erscheinen. — Zn Logrono und Mlaga hatten aus derselben Ursache gleiche Scenen statt mit dem nämlichen raschen Ver- teufe, wie in Burgos.

*»* Bukarest. In nächster Zeit wird der größere Theil der türkischen ,Truppen die Walachei räumen und wohl nur um der Repräsentation halber ein sehr mäßiges Truppeneorps- mit dem Hauptquartier auf walachischem Boden stehen bleiben. An Omer Pascha erging österreichischer Seils der Vorschlag: die Walachei zu räumen, da Oesterreich die beiden Fürsten- thümer bis zu ausgetragmer Sache occupiren werde, und da die türkische Armee unstreitig auf jedem andern Kriegstheater sich nützlicher machen könne, als dermalen am Prüth. Omer Pascha soll darauf erwidert haben, daß es außer seiner Befugniß liege, einen derartigen Schritt selbstständig zu thun und daß er deßhalb von Konstantinopel Befehle abwarten müffel? Es wurde ihm nun die Frage gestellt: ob er diese Befehle selbst einzuholen wünsche, dder ob es von der andern Seite geschehen solle? Die Antwort des Marschalls hierauf ist nicht bekannt, doch dürsten sie die nächsten Wochen bringen, Sein Wunsch ist es, Braila und Galacz zu besetzen, um von dort aus die Ruffen zu beschäftigen. Da indeß beide Otte österreichische Garnisonen erhalten haben und diese durch die Operationen der türkischen Armee sich leicht in Conflicte verwickelt sehen könnten, welche in ihrem Verlauf außer aller Berech­nung liegen, so ist eS sehr unwahrscheinlich, daß jenem Wunsche nachgegeben werden kann.

All Orms« Ostes,

Paris, 7. Oct. Nach dem offiziellen Berichte über die Schlacht an der Alma zählten die Russen 40,000 Mann Infanterie und 6000 Mann Cavallerie mit 180 Kanonen. Nach­dem der Kampf an sechs Stunden gewährt, stürmte die Division Bosquet gegen den linken Slügel des russischen Heeres an, umging die feindlichen Batterien und entschied durch diese Bewegung den Erfolg des Tages. Die Briten bildeten dm linken Flügel, die Franzofen das Centrum. Die vom Feinde an der Alma selbst besetzten Positionen würben von der Di­vision flkapolcon unter einem furchtbaren Feuer erstürmt und genommen. Da begann die all­gemeine Schlacht. Die auf den Höhen formirten französischen Linien eröffneten ein wirksames Feuer. Um 4 Uhr Nachmittags hatte das verbündete Heer auf allèa Punkten den Sieg errungen. Alle Stellungen der Feinde wurden mit dem Bajönnette genommen. Biest Russen warfen die Waffen weg, um besser fliehen zu können. Den Briten wurden 1806 Mann kampfunfähig gemacht. Die Franzosen hatten 300 Todte, 1033 Verwundete. Die verbündeten Truppen schlugen ihr Lager in dem russ. Bivouak auf, wo der Wagen Men- Moff's mit dessen Portefeuille zurückgeblieben war, welches sehr werthvolle Benachrichtigun­gen enthält. General Canrobert, dem zum Theil die Ehre des Tages gebührt, ist verwundet. Die Kanonen des Jnvalidenhauses werden diesen Mittag zur Feier dieses Sieges abgefeuèrt werden.

Wie», 4. Oct. Auch der heutige „Lloyd" bringt aus Konstantinopel vom 30. Sep­tember auf telegraphischem Wege die Nachricht, daß Fürst Menzikoff sich am 26. Sept, bei Baktschisera, concentrirt habe, und daß am 28. Nachmittags die Alliirten ohne Widerstand zu Balaklava mit ihren Belagerungsgeschützen gelandet seyen.

Berlin, 6. Oct. Aus Petersburg vom 30. Sept, langt nun auch im „Ruff. Jn- vaüden" folgender Bericht über die Schlacht an der Alma an: „Fürst Menzikoff hat Sr. Maj. dem Kaiser berichtet, daß am 20. Sept. das in der Krim gelandete englisch-französische Corps