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Intelligenz-Blatt

(Expeditions-Comptoir am hl. Geistpförtchen M 214«),

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NeberbliS der èKèg»ifse im Wsbèete der politische» MRd WKterieKeN IttteseUe».

Frankfurt, 3 Octobcr. Die preußische Depesche vom 21. September, zuerst an den Grafen Arnim gerichtet und dann als Antwort auf dir österreichische Circularnote vom 14. an die Gesandten bei den verschiedenen Höfen gesandt, constatirt zuerst die lebhafte . Befriedigung über die Erklärungen beg österreichischen CabinctS als einen wesentlichen Fortschritt zu dem Ziele M allgemeinen Einverständnisses. Preußen schließt sich der Auf­fassung an, daß die Räumung der Donausüpstenthümer die Gefahr eines Conflictes zwi­schen beiden Reichen aus dem Wege geräumt hat, und daß die Beschränkung deS Kriegs­schauplatzes zu Lande als eines der gewonnenen Resultate betrachtet werden muß. Durch daS Ausscheiden dcr Donaufürstenihümcr aus den kriegerischen Operationen werden Oester­reichs und Deutschlands Interessen an der unteren Donau wesentlich gefördert. Jene Erfolge, welche eite Aufbietung der Wehrkraft deS Bundes für jetzt unnöthig machen, geben ein erfreuliches Zeugniß von der Schwerkraft . mit welcher das durch das Bünd- niß vom 29 April vereinigte Deutschland seiner Politik Geltung zu verschaffen weiß. Die Vortheile dwseS Bündnisses find daher wohl zu würdigen und nutzbar zu machen, Auf den Wunsch Oesterreichs übergehend, in Betreff der Besetzung der gürstenthümer durch Oesterreich das EinverfiSndmß der deutschen Verbündeten, sowie die Verpflichtung derselben zu constatiren, daß Rußland von Oesterreich nicht angegriffen, wenn es die osterrcrchischeOccupailon als einen Kriegsfall betrachtete, das gesammte Deutschland per» "Mi si-iden wurde -m Betreff dieses Wunsches hält cS die Depesche für den Geist und Wortlaut des April Vertrages angemessen, daß derjenige Theilnehmer, welcher activ vorgehen will, eine Erklärung der übrigen Verbündeten über ihr Einvcrständmß verlangt. Diese haben sich dann von den in Frage kommenden deutschen Interessen leiten zu lassen. Die deutschen Interessen werden an der unteren Donau in dem Maße durch Oesterreichs Einrucken geschützt seyn, als durch dasselbe der Festsetzung fremder Elemente in den Für- stenthümern vorgebeugt würde. Eine Garantie der deutschen Interessen könnte daher nur durch die Erklärung Oesterreichs in dieser Beziehung gegeben werden. Es fragt sich auch, ob durch Oesterreichs Einrücken die Fürstenthümer kriegerischen Operationen überhaupt verschlossen werden, ob dieselben nicht zur Operationsbasis für einen Angriff aüf daS