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Intelligenz Blatt

der freien Stadt FranKstttt. ^

(Expeditions-Comptoir am hl. Geistpförtchen M 214°.).

M 206 Donnerstag, den 31. August 1854»

Abonnementspreis für'S halbe Jahr fl. 2.30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags^

Einrückungsgebührenr 6kr. für die ganze, 3 kr. für die gespaltene Zeile.

dem

M" Abonnèments-Westelluagen auf das Intelligenzblatt mit ltsblatt werden täglich in der Expedition angenommen.

Inserate aller Art in diesen in hiesiger Stadt und Umgegend sehr verbreiteten und gelesenen Blättern können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besoudersMch die geehrten Besucher der hiesigen Messe aufmerksam gemacht weèdm. "^ "' n^»vtzi!^ ^w

Ueberblick der Wreignisse im Gebiete der politischen und materiellen Interessen.

Frankfurt, den 31. August. Sin KriegSercigniß hat jüngst die Blicke des Publikums von den europäischen Schauplätzen abgelenkt und nach Mittelamerika geleitet, weniger wegen seiner eigenen Wichtigkeit, als weil man es als ein Symptom betrachtete. Man glaubte in der Beschießung iMStadt S. Juan de Nicaragua durch die Amerikaner den Vorläufer des Verfahrens zu Wen, welches der demokratische Präsident der Verei­nigten Staaten, Pierce, gegen Cuba cinzufchlagen geneigt sey. — Als im Jahre 1847 die Bundesrepublik, welche aus dem 1824 von Spanien löSgeriffenen Generalcapttanat Guatemala entstanden war, sich auflöste und an ihre Stelle fünf unabhängige Freistaaten: Guatemala, San Salvador, Eostarica, Nicaragua und Honduras traten, gelang es dem englischen Generalconsul Walker, begünstigt durch die Schwäche der neuen republika­nischen Regierungen, einen Theil der bisher zu Nicaragua gerechneten Küste unter dem Namen des Königreichs MoShitia einem Häuptling der Eingeborenen unter eng­lischem Schutz zuzuweisen und den von Nicaragua bisher besessenen, aber vernachläs­sigten Kriegshafen San Juan als Freihafen unter engltscher Garantie dazuzüschlagen. Zu Ehren des Statthalters von Englisch-Westindien Karl Grey ist dieser Hafen fest 1849 auch als Greytown bekannt. Die Ursache der Beschießung war folgende. Im ver- floffenen Mai kam ein nordamerikanisches, nach Kalifornien bestimmtes Dampfboot in die Nähe der Stadt und wurde von einem Fischer, der mit einer Flinte bewaffnet war, angerufen, weiter vom Lande abzuhalten, um sein leichtes Fahrzeug nicht zu beschädigen. Statt dieser Mahnung Folge zu leisten, fand der amerikanische Capitän darin eine Drohung, ließ das Schiff wenden, an die Landungsbrücke zurückfahren und erschoß bot Fischer. ES entstand natürlich darüber große Aufregung, der amerikanische Consul in