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Intelligenz-Blatt

der freien Stadt ânkfdrt.

(Expeditions-Comptoir am hl. Gristpförtchen M 214°.).

M 204. Dimstag, de» 29. August 1854.

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Inserate aller Art in diesen in hiesiger Stadt und Umgegend sehr verbreiteten und gelesenen Blättern können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besonders auch die geehrten Besucher der hiesigen Messe aufmerksam gemacht werden.

UeberbNck der GreLgnMe im Gebiets der politischen und MaterieSe» JntereM«.

Frankfurt, den 29. August. Bei dem Interesse, welches die Krim gerade gegen­wärtig erregt, glauben wir, daß es unsere Leser tnteresstrt, etwas über die Lage und die Natur derselben zu lesen, und wir theilen ihnen auS den neuesten Nummern der „Times« das Nachfolgende darüber in getreuer Ueberfetzung mit: Gleich einem vorgeschobenen Bollwerk erstreckt sich in das sonst wenig gegliederte schwarze Mser die Halbinsel, welche wir die Krim nennen. Seit dem Jahre 1783 dem Scepter deS russischen Ezaaren unter­worfen, ist sie für den Schutz des Landes und seines Handels, ja für die Beherrschung des ganzen PontuS von der äußersten Wichtigkeit. Beim ersten Anblick bietet sie manche Aehnlichkeit mit dem Peloponnes; an Größe ziemlich gleich (etwa 380 Quadratmeilen), hängt sie nur durch eine schmale, V/2 Meilen breite Landenge bei Perekop mit dem Fest­lande zusammen und wird im Westen durch die Karkenitbai oder das sogenannte todte Meer, im Osten durch die erweiterte Mündung deS Don oder das asow'sche Meer von demselben getrennt. Im letzteren scheidet die von der Krim ausgehende Landzunge von Arabrat, ähnlich den preußischen Nehrungen, den Siwasch oder daS faule Meer ab. Doch schon in ihrer äußeren Gestalt ist die Krim einfacher gestaltet als der zerrissene Pelo­ponnes, welchen die Alten mit einem Weinblatt verglichen; nur gegen Osten erstreckt sich die kleinere Halbinsel Kertsch, daher die w-stöstliche Ausdehnung, von 45 Meilen, die nordsüdliche um 20 Meilen übertrifft. Noch mehr unterscheidet sich aber die Krim durch ihre Bodengestalt von der durchweg zersplitterten Felsenmasse deS Peloponnes, denn hier finden sich eigentliche Gebirge nur am Südrand. Der bei weitem größere Theil der Krim ist die wahre Fortsetzung jener einförmigen baumlosen Steppen, welche die pon- tischen Rordgeftade bilden, weite Wüsten, oft durchzogen von nomadistrenden Stämmen,