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Mächte am 18. eins Ausfahrt aus dem Palasts über den Prado. Auf ihrer Fahrt sollen die Acclamationen Wenig zahlreich gewesen seyn.

%* Madrids Die Regierung hat aus Catalonien besorgliche Nachrichten erhalten. Diese so industrielle und reiche Provinz ist der Sammelplatz einer, großen Anzahl politischer Emigranten aller Lander geworden, die zum größten Theile entschiedene Revolutionäre sind, welche keinen Anstand nehmen, die niedrigsten und heftigsten Leidenschaften zum Kampfe gegen jede gesellschaftliche Ordnung aufzuregen. Die Gründe, wcßhalb Marschall Manuel de la Concha das Commando in' Catalonien medergelegt, wo er mit großer Energie und seltenem Muthe die Anarchie bekämpft und die Feinde der Ordnung niedergehalten hatte, sind noch unbekannt. General Dulce, welcher ihn auf diesem Posten ersetzt, ist mit unbeschränkten Vollmachten versehen; er hegt die besten Absichten und hat schon viele Beweise von Festig­keit und Entschlossenheit gegeben.

V KottstantittSpel. Reschid Pascha hat wegen Wiederzulaffung griechischer Schiffe in türkischen Häfen eine Note an die Repräsentanten von England und Frankreich erlassen. Das Wichtigste darin ist: daß die Zulassung nur einstweilen geschieht; daß die griechischen Schiffe unter türkischer Gerichtsbarkeit stehen, und daß vor Ablauf von zwei Monaten die Entschädigung der Pforte für den bewaffneten Einfall in ihre Provinzen wenigstens im Prin­zipe anerkannt werde.

%* Odessa. Es sind hier Berichte aus Theodosia eingetroffen, die bis zum 29. Juli gehen. Am 28. waren auf dortiger 'Rhede zwei feindliche Dampsfregatten erschienm. Sie kamen von Nordost ohne Flaggen. Nachdem sie etwa 8 Werst von der Stadt vorbeige­segelt, trennte sich das Schraubenschiff von 24 Kanonen von seinem Begleiter, einem Räder» schiff mit drei Masten, und hielt auf die Küste auf Büchsenschußweite mit offenen Luken. Um 6 Uhr Morgens legte das Schiff 4 Werst von der Stadt sich vor Anker und sandte ein kleines Boot mit Mannschaften und einem Offizier ans Land. Die Leute fielen über eine Herde Rinder her, ohne jedoch ein Stück davon rorgdringen zu können; der Offizier er­forschte die Umgegend mittels eines Fernrohres und drang verwegen,, die Gefahr, aufgehoben S werden, nicht achtend, bis zum nächsten Werftpfah! vor, wo ihm mehrere bewaffnete ränzjäger entgegen kamen und ihn nöthigten, das parallel am Ufer dahinfahrende Boot zu besteigen, um an Bord der Fregatte zu gehen, welche die Richtung nach Osten einschlug und mit dem anderen Schiffe gleichzeitig in See ging.

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Misn, 22. Aug. Die heutige „Wiener Zeitung" bestätiget den Einmarsch der öfter- reichischen Truppen in die Walachei. Von Seiten Rußlands der Rückzug der russischen Armee auch aus der Moldau zugesichert, werden die Oesterreichs dahin ihren Marsch fort« setzen. — Eine telegr. Depesche aus Warschau meldet, daß der russische General Bebutoff die Lürken bei Kars gänzlich zersprengt habe. — (Eine telegraph. Depesche an das Frank­furter Börsensyndicat aus Wien vom 23. d. enthält die Nachschrift: „Die Russen räumten Galacz und Braila.")

Wien, 22 Aug. Nach telegr. Nachrichten aus Czernowitz vom 20. d. geht der Rückzug der Russen über den Pruth immer rascher vor sich, und Lausende von Fuhren sind abgegangen, um die Kranken- und Proviant-Transporte zu übernehmen. Auch sollen die Requisitionen für die moldauischen Magazine eingestellt worden seyn.

Pasis, 23. Aug. Depeschen des Bice-Admirals Parseval, vom 16. d., wenige Augen­blicke nach der Uedergabe der Festung Bomarsund geschrieben, bestätigen, daß dieser Platz sich erst ergab, nachdem er durch die schweren Geschütze der verbündeten Flotten hart mit« genommen worden war. 1000 russische Gefangene, die Hälfte der Besatzung von Bomar- sund, sollten sofort auf der „Cleopatra" und der „Syrene" eingeschifft und nach Brest ge­bracht werden. Die anderen 4000 Gefangenen blieben zur Verfügung des Admirals Napier,