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(ErpeditionS-Comptoir am hl. Geistpsörtchen M 214-). [ ^^^^M F

M 182. Donnerstag, den 3. August 1854.

NeberNiE der GreigRiWe im GebLets der poLLLLfcheu und materieller? .Jnterkeffert»

MmEfAkè, den 3. August. Der Juli hat bei scheinbarer äußerer Ruhe doch die Weltfrage ihrer Entscheidung näher gebracht. Am 3. Juni war von Wien, am 12. von Berlin auS die Vorstellung nach Petersburg ergangen, man möge sich zur Räumung der Donaufürstenthümer entschließen, die Antwort darauf wurde lange erwartet, endlich erschien sie am 5. Juli. und zwar in doppelter Gestalt, alS Antwort in einer Depesche und als mündliche Verhandlung. Ihr Ton war durchaus versöhnlich, eS wurde Man­ches eingeräumt, die Räumung in Aussicht gestellt , so weit man auS ünläugbar mangelhaften Mittheilungen schließen darf. Ein solcher Inhalt war Veranlassung, daß man in Wien den auf den 9. angesetzten Einmarsch in die Wallachei verschob, weil offenbar die Unterhandlungen noch nicht erschöpft waren, waS gemäß dem Vertrage mit der Pforte vom 14. Juni geschehen seyn muß. Der unvollkommene Inhalt führte nun zunächst zu Berathungen zwischen Berlin und Wien; beide Cabinette verständigten sich Darüber, daß man die russischen Eröffnungen den Westmächten mittheilen wolle, da sich doch Anknüpfungspunkte darin fänden. Minister Buol, Graf AlvenSleben und Oberst v. Manteuffel führten die Besprechung, am 24. sind die Erklärungen nach Paris und London abgegangen. Die Antwort der Westmächte ist, wenn man Aeußerungen der Minister im englischen Parlamente trauen darf, schwerlich besonders günstig. Es fragt sich, waS die beiden deutschen Großmächte, die miteinander durch den Vertrag vom 20. April eng verbunden sind und denen sich durch Genehmigung jenes Vertrages fast sämmt­liche in der Bundesversammlung vertretene Regierungen am"24. Juli angestossen Haven, dann thun werden. Einstweilen hat Preußen auf Befehl vom 20. Juli eine Annäherung an den Kriegsfuß erlebt und Oesterreich steht bereit, um wenn eS noth thut, in die Wal­lachei einzurücken. In der Ostsee ist nichts vorgefallen. Kronstadt und Gweaborg sind unversehrt, die Cholera rafft unparteiisch Russen und Franzosen weg, die französische Landungsmannschaft ist auf englischen Fahrzeugen näher gekommen. Auf dem schwarzen Meere hat sich nichts ereignet. Die russische Flotte übersommert in Sebastopol, englisch- französische Schiffe kreuzen vor jenem Hafen und vor Odessa. Andere Schiffe, aridere Truppen der vereinigten Staaten liegen in Varna. Der Monat ist ohne erheblichen Vorfall verflossen. Rußland ist eingesperrt und hat schon dadurch wesentlich verloren; es hat einen Theil der Wallachei wieder besetzt, die Bojaren eingeschüchtert, in der Do- brudscha viel mitgenommen und zerstört, allein eS hält sich in der Stellung der Verthei­digung. So lange Fürst Gortschafoff I. in Wien unterhandeln kann, so lange wird Fürst Gortschakoff 11. nicht angreifen. Neben diplomatischer Thätigkeit finden wir also feine