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Intelligenz-Blatt der Mm MM FrsnkfirrL

(Erpedttilms-Comptsir am hl. Geistpförtchen M 2L4°> I ^Ä® «

M 178. Samstag, bett 29. Juli 1854. ^^

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Neberblick der WreLgttLffe im Gebiete der pâifche« «Kd materiellen Z«terefsem

KxLKkfNVt^ den 2S. Juli Die Bundesversammlung bat, wie bekannt, in der Sitzung vom 24. d. M. den Zutritt zu dem Bündniß vom 20. April beschlossen und zu­gleich den für die Behandlung der orientalischen Frage früher nüdergesetzten Ausschuß beauftragt, die zur Ausführung des Beschlusses etwa erforderlichen Maßnahmen vorzu- bereiten und sich in dieser Beziehung mit dem Mèlitär-AuSfchuß in Verbindung zu setzen. Durch den Beschluß vom 24. ist also der deutsche Bund ein Theilnehmer des österrei­chisch-preußischen Bündnisses geworden und somit der Zwiespalt glücklich beseitigt, welcher unter den deutschen Staaten über ihre Stellung zur orientalischen Frage sich zu erheben drohte. ES ist durch die vereinten Bemühungen Oesterreichs und Preußens, sowie ble Bereitwilligkeit der übrigen deutschen Staaten gelungen, eine deutsche Gesammtmacht zu bilden, welche durch ihre Lage und ihre imposanten KriegSmittel im Stands ist ihren Beschlüssen Achtung und Geltung zu verschaffen. Jemshr wir diese Thatsachen als einen erfreulichen Beweis der Eintracht unter den deutschen Mächten begrüßen, desto mehr ist eS zu bedauern, daß ein Theil der Presse fortfährt, den Saamen des Mißtrauens nutz der Zwietracht auSzustreuen. Wenn man auch überzeugt seyn kann, daß ein solches feind­seliges Verfahren auf das einmütige Zusammenhalten der Regierungen keinen Einfluß zu üben im Stande ist, so geht doch daraus hervor, daß die politischen Parteien, von denen derartige Angriffe auSgehen, keineswegs geneigt sind, der Förderung der Gefammt. Interessen Deutschlands ihre Sonderzwecke zu opfern. Wir können zur Begründung dieser Behauptung nicht umhin, auf den „Lloyd" vom 22. und 25. d. M hinzuweisen, welcher Preußen wiederholt der „systematischen Halbheit" und „passiven Fernhaltung« beschuldigt; der sich aus Berlin schreiben läßt, „daß das Vertrauen zu Preußen überall in Den sch» land und namentlich auch in den protestantischen Kreisen SâddeütschlandS erschüttert und daß der Stern Friedrichs des Großen erloschen sey". Solche Anklagen und Schmähungen des „Lloyd" verdienen im gegenwärtigen Augenblicke um so mehr den Ramen paèriotiècher Ergießungen, als gerade mit denselben gleichzeitig die ausländische Presse in der leidenschaftlichsten und heftigsten Weise gegen Preußen vorgeht. Die Gleichzeitigkeiten. deS Angriffs des „Lloyd", der „Times" und deS „Morning ChronicleS" ist eine That­sache, welche aus den eigentlichen Grund jener Angriffe ein eigenthümliches Licht wirst. Man halte damit die Erklärung zusammen, welche Lord Aberdeen über die Uneinnehm- barkeit Kronstadts im Parlament abgegeben, und man wird es vom englischen Stand­punkte aus erklärlich finden, wenn die Presse Albions kein Mittel unversucht läßt, um die Waffen einer Landmacht sich gegen einen Feind dienstbar zu machen, den zu besieget?