und 20 Geschütze, welche seiner Division beigegeben sind. Der britische , wieder nach Barna ab. — Der katholische armenische Patriarck bJ r -^ 4' öffentlicht aus Anlaß der über die Ruffen errungenen Siege — Da sich
5"“S^^ -u G-u^-S-V^D.-w,ch di,sm HMW^F
MLleIKeueKes.
Wien, 12. Juli. Eine Devesche aus Hermann stad t vom 11. d. meldet, daß Omer Pascha am 9. d. das Hauptquartier von Rustschuk nach Giurgewo verlegt hatte. Das Com- mando der bei Giurgewo concentrirten Truppen unter Omer Pascha hat Said Pascha erhalten. Der Marsch der Türken über die Donau ist fortdauernd. Bis 9. Abends dürften bei 50,000 Mann türkische Truppen auf walachischem Boden gestanden seyn. Die türkische Donau- flottille concentrirt sich zwischen Rustschuk und Turtukai. Eine Brücke zwischen Rustschuk und Giurgewo ist hergeftellt. .
Nach einer Depesche aus Bukarest vom 9. Juli haben die Türken am 8. die Donau in der Furth zwischen Tasaritza und Silistria passirt und die bei Oltenitza gestandenen russischen Detachements angegriffen, geschlagen, und bei Oltenitza selbst so wie die nächst diesem Orte gelegenen Inseln besetzt. Die Muffen stehen auf der Defensive. Die Wunde, welche General Chruleffin der Affaire bei Giurgewo erhielt, ist lebensgefährlich.
Aus Hermannstadt schreibt man vom 9. Juli, daß die Ruffen in der Nähe des Tömescher Paffes vier Batterien und zwei Redouten errichtet haben.
Wien, 13. Juli. Aus drei telegraphischen Depeschen theilt der „Wanderer" Folgendes mit: „Omer Pascha und General Eanrobert befinden sich seit dem 9. d. Mts. mit dem Gros der türkischen Balkanarmee in Rustschuk; 300 Verwundete wurden nach Rasgrad trans- portirt. Auf walachischem Boden in und vor Giurgevo stehen nur noch 3000 Mann Nizam- truppen. — Die Muffen rücken auf den zwei Hauptstraßen von Bukarest gegen Giurgevo; ■ das Gros des Donauheeres sammelt sich in Frateschti, die Division Pawlow in Frassinu und Pietrile. Die Türken besitzen keine Pontonsbrücke. — Ein russisches abgesondertes Detachement rückt aus Budeschli gegen Oltenitza, wo sich Mahmud Pascha festsetzte. (In einer andern Depesche heißt es: „wo Rifaat Pascha mit 12,000 Mann vorrückt".) — Fürst Gort- schakoff traf die Disposition, sämmtliche Donaufurthen von der Aluta stromabwärts militärisch zu besetzen."
Berlin, 13. Juli. Rach den neuesten Berichten aus Warschau, vom 12. Juli, war der General-Kriegs-Polizeimeister Abramowitsch von Skierniewice bereits wieder nach der Hauptstadt des Königreichs zurückgekehrt und dagegen der Vice-Statthalter General Rüdiger von Warschau nach^Brzesc abgereist.
München, 15. Juli. Die Eröffnung der deutschen Industrie-Ausstellung hat diesen Mittag gegen 1 Uhr durch Se. Maj. den König und in Gegenwart I. Maj. der Königin in sehr feierlicher, glänzender Weise stattgefunden. Es war ein schönes Fest des deutschen Se» werbfleißes!
Memel, 10. Juli. Die französische Flotte in der Ostsee hat bis jetzt kein Schiff in unsern Hafen gesandt, um Proviant hcrbcizuholen, sondern dafür Sorge getragen, daß aus entfernteren Gegenden die nöthigen Nahrungsmittel der Mannschaft nachgesandt werden. Zwei Dampfschiffe, „Erbgroßherzog Friedrich Franz", Capitän Voß, und die „Neue Hoffnung", Capitän Andersen, haben, ersteres am 27. Juni, letzteres am 5. d. Mts., beide aus Lübeck kommend, auf ihrer Fahrt zu der französifchen Flotte unsern Hafen besucht; neben dem Schlachtvieh führten sie die mannigfaltigsten Vorräthe an Bord.
Paris, 14. Juli. Dem „Moniteur" meldet eine telegraphische Depesche aus Wien von gestern Nachmittag: „Es ist positiv, daß 15—18,000 Mann der britisch-französischen Armer