Nancy und Metz über Mainz und umgekehrt beginnen. Deßgleichen sollen nach den bedeutenderen Stationen der genannten Bahnen, sowie der Saarbrücker Bahn, wie WormS, Ludwigsbasen, Neustadt, Speyer, Saarbrücken rc. demnächst von Frankfurt und Wiesbaden aus, Biklete ausgegeben und das Paffagiergepäck direkt erpedirt werden — und umgekehrt — und es wird muthmaßlich auch diese Einrichtung noch im Laufe des Monats ins Leben treten. Sollte die beabsichtigte Beschleunigung des Berlin-Frankfurter Schnellzuges zu Stande kommen, so wird die Taunusbahn einen besonderen Schnellzug einlegen, mit welchem die Paffagiere in 40 Minuten nach Mainz befördert werden, in Anschluß an den direkten Zug von Mainz nach Paris. Auch bezüglich des Güterverkehrs und Kohlentransportes wird eine enge Bereinigung zwischen der Taunusbahn und den hessischen und bayerischen Bahnen deS linken Rheinufers beabsichtigt, in welcher Beziehung namentlich daS Projekt einer Dampffâhre über den Rhein bei Mainz neuerdings zur Sprache kommen dürfte."
Die hier bei F. B. Auffarth erschienene „Sprachen - und Nationalitäten - Karte der europäischen Türket" ist nach der deutschen Sprachkarte von Bernhardi (Kassel, 1849) und der slawischen von Schaffarik (Prag, 1842) entworfen, welche letztere in Deutsch- land wenig bekannt und durch ihren tschechischen Tert schwer zu benutzen ist. Der Be- gränzung deS türkischen Reiches gemäß mußte auch ein großer Theil deS österreichischen KaiserstaateS mit ausgenommen werden, und deßhalb ist der Zusammenstellung der Bevölkerung des türkischen Reiches in Europa nach Stämmen eine solche Uebersicht für die österreichische Monarchie zur Seite gesetzt. Diese beiden Uebersichten gewähren interes- sante BergleichungSpunkte. In beiden Reichen bilsen Slawen die Mehrheit unter den einzelnen Stämmen und etwa die Hälfte des Ganzen, während der herrschende Stamm (Germanen und OSmanen) eine kleine Minderzahl auSmachen. Den OSmanen sind die Magyaren ethnographisch nahe verwandt. Endlich enthalten beide Reiche romanische Elemente, und zwar je ein Viertel ihrer Gesammtbevölkerung; daS türkischer Rominen (Moldo Walachen), daS österreichische: Romanen und Italiener.
ES liegen unS Briefe aus Bremen und Oberbayern vor, aus denen hervorgeht, daß dort daS herrlichste Sommerwetter herrscht und blauer Himmel ohne Regen dort ist, nur unsere Gegend scheint also so von Gewittern und Nässe heimgesucht zu seyn.
Der Verkehr in Aschaffenburg hat, seit die Eisenbahn von Hanau dahin eröffnet ist, um das Doppelte, ja Dreifache zugenommen, so daß kaum Silwagen und Omnibus zur Weiterbeförderung der Fremden aufzutreiben sind. Gleiches ist in Würzburg der Fall.
Man schreibt uns von Creuznach vom 12. Juli: „Obgleich wir nicht vom besten Wetter begünstigt sind, so ist dessenungeachtet die dießjâhrige Badesaison doch eine gute zu nennen. BiS zum 8. Juli waren im Ganzen 1600 Badegäste aus allen Weltgegenden, selbst vom Missouri, Rio de Janeiro rc., hier anwesend, und Frankfurt liefert ein nicht unbedeutendes Contingent hierzu. ES find schon mehrere recht gute Kuren sowohl hier als in dem nur % Stunden entfernt gelegenen Münster am Stein gemacht worden, welch' letzterer Ort uns täglich wegen feiner herrlichen Lage und Umgebung, worunter hauptsächlich die Ebernburg, durch vorzüglichen Mittagstisch berühmt, die Baumburg, der Rheingrgftnstein rc. rc. gehören, viele Kurgäste zu einer kleinen Tour dorthin entführt Für Unterhaltungen aller Art ist auch dieses Jahr wieder bestens gesorgt. Fräulein Mathilde Lübeck, welche vor einiger Zeit in Frankfurt gastirte, befindet sich eben hier und hat gestern Abend im Kursaale eine musikalisch-deklamatorische Soirèe veranstaltet, worin sie sich großen Beifalls zu erfreuen hatte."
Bet dem schweren Gewitter am 10 d. schlug in Hanau der Blitz in die Gebäulichkeiten der Fabrik der Herren Oldenkott u. Comp., jedoch ohne zu zünden. Derselbe Strahl aber blendete und lähmte einen Mann, der in einem anderen Stadttheil wohnt.
Zu dem hier in Frankfurt abzuhaltenden Kirchentage find die Einladungen soeben ergangen und steht ein sehr starker Besuch in Aussicht.