Die im Jahre 1829 her Bundesversammlung übergebene und nun beseitigte Beschwerde der Frankfurter katholischen Gemeinde wurde von der Bundesversammlung zum lebten Male im Jahre 1841 in förmliche Behandlung genommen. — Freiherr v. Holz- bausen, der Bundestagsgesandte mehrerer Staaten der 16. Curie, zeigte den Regierungsantritt des Fürsten Heinrich LXVII. von Reuß j. L. an und übergab seine neuen Beglau- biaunasschreiben. — Der Reclamationsausschuß erstattete auch Bericht über eine, die bekannte Erbschaftsangelegenheit des holländischen Generals Metzger betreffende Reclamation, welche nicht berücksichtigt werden konnte.
Die Jnspection der königl. preußischen Hier garnisonircnden Truppen durch Seine königl. Hoheit den Prinzen von Preußen war nicht vom freundlichsten Wetter begünstigt. Seine königl. Hoheit sprachen sich jedoch sehr zufriedenstellend über die Haltung der Truppen aus. Heute hat der Prinz Frankfurt wieder verlassen und sich nach Heidelberg begeben. m ,r
Der frühere k. k. österreichische Präsidialgesandte Graf Thun wird auf seiner Reise nach London mit seiner Familie hier eintreffen und mehrere Tage in dem ihm liebgewordenen Frankfurt verweilen.
An die Stelle des abgegangenen Fürsten Gortschakoff wird Herr v. Titoss als kaiserl. russischer Gesandter beim Bunde beglaubigt werden und in den nächsten Tagen hier eintreffen.
Der kurfürstl. hessische Minister v. Baumbach verweilt derzeit in unserer Stadt. Derselbe begibt sich in die TaunuSbâder.
Seine königl. Hoheit der Prinz-Regent von Baden hat dem großherzogl. badischen KriegScommissär, Herrn Karl Finaigle, zur BundeZmilitârcommèsfion dahier comman- dirt, daS Ritterkreuz des Zähringer Löwenordens verliehen.
Um das hiesige preuß. Jägercorps zu inspiciren, ist der Oberst und Inspecteur der preuß. Schützen und Jäger, Oberst v. Arnim, dahier eingetroffen.
Die kurfürstliche Familie soll noch sechs Wochen auf schloß Philippsruhe verweilen wollen. Dieser Tage war Se. kgl. Hoheit nebst Gefolge per Eisenbahn nach Aschaffenburg gekommen und besuchte unter Anderem auch das Pompejanum.
Die Beurtheilung der russischen Antwort auf die preußisch, österreichische Sommation gründet sich in den meisten Blättern auf die Nachricht der „N. Preuß. Ztg.«, die indessen jeder Sicherheit entbehrt und Angaben enthält, welche sich in der erwähnten Erklärung gar nicht vorfinden sollen. Nach den uns hier von unterrichteter Seite gewordenen Mittheilungen hat die russische Erklärung sowohl in Berlin, als auch in Wien die Hoffnung auf eine friedliche Ausgleichung nicht geschwächt, und es ist daher noch möglich, daß Verhandlungen den Krieg zwischen Oesterreich und Rußland zu vermeiden vermögen.
Wenn die Wiener Conferenz, der die russische Antwort, wie wir vernehmen, milgetheilt werden soll, erst in den nächsten Tagen zusammentritt, so liegt der Grund davon darin, daß vorher eine Einigung zwischen Preußen und Oesterreich in dieser Angelegenheit, wie auch über die ferner zu ergreifenden Maßnahmen, erzielt werden müßte.
Zwischen den beiden deutschen Großmächten schweben augenblicklich Verhandlungen sowohl über die Auffassung der russischen Antwort, alS über die Anwendung derselben, um, wenn möglich, einen Waffenstillstand zwischen den kriegführenden Parteien herbeizuführen- A
Man schreibt dem „Frankfurter Aktionär«: „Der VerwaltungSrath der TaunuS- bahn beschäftigt sich mit der Ausführung verschiedener auf die Herstellung einer engeren Verbindung mit der Mainz-LudwigShafen und Ludwigshafen-Berbacher Eisenbahn gerichteter Maßregeln, welche gleichmäßig den Personenverkehr. wie den Güter- und Kohlen- TranSport betreffen. Bereits in den nächsten Tagen wird die Ausgabe directer Billete und die directe Expedition des Reisegepäcks von Frankfurt aus nach Paris, SHLlonS,