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(TrpeditionS-Comptoir am hl. Geistpförtchen M 214”). | I
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158. Dowerstag, dm 6. Juli 1854-
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UeberblLE Her WVLègKLffe im Gebiets der politischen und materiellen Jntereffen.
KLâNkftrsL, den 6 3ult. Während der Sultan, der Herrscher der Gläubigen, in der Ebene von Ramis hart an den Mauern von Konstantinopel über die Truppen der GiaurS Heerschau hält, bereitet sich die österreichische Armee vor, die Donaufürsten- tbümer zu besehen. Durch den mit der Pforte abgeschlossenen Vertrag vom 14. v. M. ist die staatsrechtliche Grundlage für diese Besetzung gegeben. Der Sultan hat das von Oesterreich freundschaftlich gemachte Anerbieten: für die Integrität deS türkischen Reiches Sorge zu tragen, angenommen. Oesterreich verpflichtet sich demgemäß, die „fremden Truppen« nothigenfalls mit gewaffneter Hand aus den Donaufürstcuthümern zu vertreiben, nach geschlossenem Frieden aber seine eigene Armee nach einem noch näher festzustellenden Ueberein kommen aus den Donaufürstenchâmern zurückzuziehen. Dem Abschluß deS Vertrages ist bereits am 25. die Ernennung deS Frecherm v. Heß zum Obercommandanten der österreichischen Armee gefolgt, welche von Dalmatien bèS an die Bukowina an der österreichischen Gränze aufgestellt ist. Gleichzeitig nimmt die österreichische Regierung ein neues Anlehen zum Betrage von 350 bis 500 Millionen auf, dessen Zweck die Wiederherstellung der Valuta und die Deckung eines etwaigen Ausfalles im Staatshaushalte ist. Während Oesterreich auf diese Weise mit Mann und Geld sich rüstet, die Donaufürstenthümer zu schützen, verändern die russischen Truppen ihre Front; sie kehren ihren bisherigen Feinden, den Türken, den Rücken und nehmen eine defensive Haltung gegen Oesterreich an. Ob diese Gegenüberstellung russischer und österreichischer Armeen den Anfang eines Krieges zwischen beiden Mächten bedeutet — darüber wird Lis nächste Zukunft uns Auskunft geben. Noch ist die Antwort von Petersburg auf die österreichische Gommation vom 9 Juni nicht eingetroffen, und eS läßt sich auch kaum erwarten, daß dieselbe ein klares kurzes Ja oder Nein enthalten wird. Auch das Schwert des Alexander vermöchte eS nicht, den gordischen Knoten der Verwickelungen, welche in der gegenwärtigen politischen Situation liegen, mit einem Schlage zu durchhauLN. GS mag seyn, daß Diejenigen, welche „am Wedstuhle der Zeit« sitzen und unter deren Händen der Faden der Geschichte sich bildet, das Wort wissen, welches alle die politischen Räthsel der Gegenwart löst — wir, die wir draußen stehen und trotz aller „blauen Bücher« nur die Thatsachen kennen, wir können nicht umhin, die endliche Lösung dieses ganzen Conflictes nur für ein Werk von langer Hand zu erachten, indem nicht die Personen, sondern die Verhältnisse selbst die Hauptrolle spielen. „Enthält nicht die gegenwärtige Action Oesterreichs und noch mehr dir in Aussicht gestellte Occupation der Donaufürstenthümer schon an sich eine Kriegserklärung gegen Rußland,