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Intelligenz-Blatt der âmkMrt. ^ZA

(ErpeditionS-Comptoir am hl. Geistpsörtchen M 214°).

M 156. Dienstag, den 4. Juli 1854.

Ueberblick der GreigRiffe im WehLete der polLtLfcheK und materiellem Jütereffen.

Arankfrrrt, den 4 Juli Die Leser unserer Ueberblicke werden den wiederholt in diesen Blättern mitgetheilten Aufruf deS Frankfurter Vereins für Geographie und Statistik nicht übersehen haben. Die gewünschte größere Theilnahme und dadurch ge­hoffte Vermehrung der Mittel werden eS hoffentlich der neu gegründeten statistischen Section deS Vereins möglich machen, nicht ferner allzuweit hinter den Leistungen der drei Schwester st ädte in diesem Fache zurückzubleiben. Durch freiwillige Arbeiter wie durch die Unterstützung deS Staates ist dort schon vor 1848 Vieles geschehen und die mit jenem Jahre begonnene Bewegung'zur größeren Oeffentlichkeit deS StaatslebenS hat auch in den Hansestädten, wie fast überall in Deutschland, jenen Be­strebungen nur größeren Ausschwung gegeben. Jene S-ävte widerlegen auch den Ein­wand, den man wohl mitunter hört, Frankfurt sey zu klein, als daß es sich verlohne, Frankfurts Statistik zu treiben Unter den europäischen Staaten ist es einer der kle-'- neren, ist es Belgien, welcher am höchsten in statistischer Hinsicht steht; unter den deutschen Königreichen ist es daS kleinste, Sachsen, welches statistisch am genauesten bekannt ist. Und natürlich! Wo man eine so dichte Bevölkerung zählt, wie in den freien Städten, in Belgien und Sachsen, da hat man eS mehr mit einer städtischen, also höher gebildeten Population zu thun und erhält ergiebiaere und zuverlässigere erste Ausnahmen. Nehmen wir z. B. das neben den Mittheilungen deS statistischen Amtes in Dresden erscheinende, den Stoff verarbeitende „Jahrbuch für Statistik und Staats- wirthschast des Königreichs Sachsen von Dr. E Engel« zur Hand, so finden wir, daß d"t die merkwürdigsten Ausschlüsse gegeben sind. Es sind Sätze aufgestellt, wie folgender „1) Eine Ehe aus der industriellen Bevölkerung ist kinderreicher als eine aus der larw- wirthfchaftlichcn, aber die Kinder der letzteren sind ungleich lebensfähiger. 2) Nach dem Ausweis der Sparkassenbücher nimmt nicht nur die Zahl der Sparenden, sondern auch die Ersparnisse der Einzelnen fortwährend zu, und diese Fortschritte sind am bedeu­tendsten unter der Fabrikdevölkerung." Wir finden ferner das Verhältniß der Aus­steller im Londoner Glaspalaste zur Bevölkerung, das Verhältniß der in verschiedener Weise airSgezeichneten zu den Ausstellern ermittelt und in Vergleich mit anderen Staaten gestellt. Wer steht nicht, daß auch die Ermittelung dieser Verhältnisse für unseren Staat von Interesse wäre? Und obgleich bei der Kleinheit unseres Gebietes die interessanten Beziehungen der Größe der Wohnorte zu ihrer Höhenlage, je nachdem sie große Städte, Ackerbau- oder Fabrikorte und Bergstädte sind, keine Anwendung finden, so ist eS doch anziehend, sociale Verhältnisse auf ein Naturgesetz, zurückgefülM zu sehcw Wenngleich