Z«telligeaz Blatt
(ExpeditionS-Comptoir am hl. HriWZrtchM N $M®),
M 146. DonnerstN- dm 22. Juni 1854.
UebeNh-iek der WreègKèsse im Gebiete der politifcheK NKd Materieller ImtKreMm.
KMKkfNLts den 22. Sunt. Das Eisenbahnnetz um Frankfurt nähert sich seiner Vollendung. Demnächst Werden wir nach Aschaffenburg mit feinem Pompejanischen Hause und seinen freundlichen Anlagen fahren und am 1. Oktober wird der jetzt schon mit München bestehenden Eisenbahnverbindung über Stuttgart und Ulm eine zweite über Würzburg und Nürnberg an die Seite gesetzt werden. Weniger erfreulich steht eS mit der Homburger Eisenbahn, deren früherer Zug: über Rödelheim, Steinbach, Stierstadt, Weißkirchen und Oberursel, mit einer Zweigbahn (Pferdebahn) nach Cronberg ganz aufgegeben scheint, wogegen man sich wieder mit dem früheren Plan, über BonameS zu bauen, beschäftigen soll. Auch die Rheinthalbahn von Biebrich bis Niederlahnstei» ist, zufolge der kürzlich von dem Ausschuß der englischen Actiengesellschast in der „Times* gegebenen Anzeige, vorläufig auf die Strecke bis Rüdesheim abwärts beschränkt; Beschluß über den Weiterbau soll erst in drei Jahren gefaßt werden, dürfte aber dann kaum noch nöthig seyn, da die Rheinische Eisenbahngesekschaft, welcher die Strecke Bachen, Köln- Bonn gehört, den Weiterbau von Bonn bis Bingen beabsichtigt und da gleichzeitig eine rechtsrheinische Verbindung von Köln mit der Msingegend über Siegen und Marburg durch Benutzung der Main-Weserbahn in Aussicht steht. Ueber alle diese Verhältnisse nicht nur, sondern auch über die Rentabilität der einzelnen Unternehmungen der Art findet man genaue Auskunft in dem trefflichen Werke von Dr. Julius Michaelis' „Deutschlands Eisenbahnen«, dem wir, um auch den materiellen Interessen in diesen Ueberbltcken Rechnung zu trage», folgende Einzelheiten entnehmen. Zu Ansana des Jahres 1854 gab es in Deutschland, einschließlich Ost- und Westpreußen und Vosen 1176 Meilen Eisenbahn, nämlich 574 Meilen Privateigenthum, auf 45 Bahnen v-r' theilt, und 602 Meilen StaatSbahnen. 1835 wurde eröffnet 1 Meile, 1837 21
9, dagegen 1846: 177, 1847: 149, 1848 : 94, 1845 : 91 Meilen. Die länast Nrivat- bahn ist die Kaiser - Ferdinands - Nordbahn, von 55-/4, die kürzesten sind dw Nürnberg Fürther und Höchst-Sodener, von je ^ Meile Länge. Die einträglichsten Vrivatbabne? find die Nürnberg Fürther mit 14^, die Magdeburg-Leipziger mit dinands-Nordbahn und Rendsburg-Neumünster mit je 71/4, Maasebura- mit 7, Oberschlestjche mit W, Bonn-Köln mit 6 Prozent durâ
Dagegen oetrâgt dieser bet der Mecklenburgischen Schienenstraße p'I d-r MückKaR Elmshorner ^, der Bergisch-Märkischen < der Kurfürst-Friedrichs >, der Niederschlesischen Zweigbahn ^„ der (Steele'tiö Magdeburg-Wittenberger und Löbau-Zittauer gar nichts. In dm zum dxMschm Bunds