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Intelligenz-Blatt

(Expeditions-Comptoir am hl. Geistpförtchm M 214?).

M 144. Dienstag; dm 20. Juni 1854.

Aeberblick der Greignisse im Gebiete der politischen und materiellen Jntereffen.

MemTfNLt- ben 20, Juni. Mehrere Blätter brachren die Nachricht, daß d'e schwedische Regierung ihren Gesandten auS Petersburg abberusen und sich den Weftmächten gegen Rußland angeschlossen habe. So viel wir wissen, entbehrt diese An­gabe jeder Begründung und scheint nur die Erwartung Derer auszusprechen, welche der vereinigten Flotte in der Ostsee schnellere Erfolge als bisher wünschen. Abgesehen von der Störung der Schifffahrt und deS Handels werden die Weftmächtr an den russischen

Gestaden der Ostsee nur ganz untergeordnete Erfolge erringen, wenn nicht ein starkes Landheer ihre Operationen unterstützt. Hier bietet nun die Lage Schwedens und die Antipathie seiner Bevölkerung gegen Rußland den Cahinetten von London und Paris allerdings die günstige Aussicht Wèä MUMM Schweden zu einem Kriege gegen Rußland zu veranlussLsi-.' ^RehÄen chw den Fall an, daß Napier wirklich die Festungen Sweaborg, HelslngforS, Rewal u. f. w. eroberte, er würde dieselben mit dem herannahenden Winter wieder verlassen müssen, da die ihm zu Gebot sichenden Strcèt- kras-e für eine dauernde Vertheidigung dieser Festungen gegen russische Landheere zu schwach sind. Hier wurde nur die Unterstützung Schwedens mit bedeutenden Trupp-n- mass-n eine Hulse gewähren und nur auf diese Weise die Erhaltung der Orte in den Händen der Engländer während des Winters möglich seyn. Hätte der englische Admiral aber nur den Zweck, jene Plätze zu zerstören und den Wiederaufbau derselben zu verdin- L l° W" »"«dl-s- TÄtoM mit dem «»d- r-S H-tdß-s und b'm »?^^ ?^^^^'^^" umsftti. AuS diesen Andeutungen gebt schon die Wichtigkeit der Bci- Schwedens für die Westmächte hervor. Da nun die Politik durch Materielle In- und geregelt wird, so stände der Erklärung Schwedens gegen Rußland nichE entgegen, sobald nur eine die Kriegsopfer aufwiegende Entschädiauna berbetru- V^warc. Man h^ dem Besitz von Finnland finden wollen. ^Die schwe-

UKSLY«^ »SS nabe der â ituua-n welche man der schwedischen Regierung, nach der An­des bat aetoiÄ 6« haben scheint. Die Regierung des Lan-

)at gewiß die Ueberzeugung, daß in einem menschenarmen Reiche durch Geld nicht