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Zvkelligenz-BIatt
der freien Stadt âaukjvrt.
(ExpeditionS-Comptoir am hl. Geistpförtchen M 214°).
M 138. Dienstag, den 13. Juni 1854.
Ueberblick der Ereignisse iw Gebiete her politische« und waterieVe« Interessen»
Krankftrrt, den 13. Junsi. Der europäische Charakter des orientalische» Con- fliktS findet in der Thatsache seinen entsprechenden Ausdruck, daß allmâhlig sämmtliche Staaten in denselben verflochten werden und aus der Bühne, welche nicht die Welt bedeutet, sondern roirFTT$ ist, alS handelnde oder wenigstens als verhandelnde Personen auftreten. Seit der letzten Woche deS Mat haben auch die deutschen Staaten fich an der Entwickelung des Drama'S der Gegenwart betheiligt. Den Anfang dieser Mitwirkung bildete die Erklärung, welche die beiden deutschen Großmächte am 24. Mai am Bundestage abgaben. Die Vertreter der deutschen Staaten haben darauf ihre Antworten gegeben. Wenn dieselben auch fast sämmtlich auf denselben Grundlagen veS Schutzes der deutschen Interessen und des ZusammenhaltenS der deutschen Staaten beruhen, so machen fich doch verschiedene Nâancirungen geltend, wie die durch d<e Zei- tungen bekannt gewordenen einzelnen Abstimmungen bekunden. Zunächst nämlich scheidet fich eine schweigende Gruppe aus, indem Holstein-Lauendurg und Luxemburg-Limburg ohne Instructionen waren und die sächsisch- ernestinischen Häuser sich das Protokoll off-n hielten. Eine Gruppe der unbedingten Zustimmung bildeten Oldenburg und die Anbaltischen Fürstenthümcr, die kleineren norddeutschen Staaten (Reuß, Lippe, Waldeck re 'ic) und die freien Städte. Die dritte Gruppe bildeten die Staaten der Bamberger Cou- ferenz, welche mit mehr oder weniger Modifikationen dem bekannten bayerischen Anträge auf Einsetzung eines Ausschusses sich anschlossen, „damit der Ausdruck der Einigkeit aller Bundesstaaten als das Ergebniß einer festen, klaren und auf reifliche Uebe°- legung gestützten Ueberzeugung sich darstelle." Eine besondere vierte Grupps für sich bilden Hannover und Mecklenburg, welche die Mitwirkung deS Bundes bei Lösung der orientalischen Frage besonders betont und hervorgehoben haben. Hannover nämlich be- grüßt die Elnigung der beiden deutschen Großstaaten als ein hocherfreuliches Ereigniß, aber eS hätte gewünscht, daß schon früher die Politik derselben dem BiindeSaraan M-'t' LK'lt und demselben ein Einfluß auf ihre Feststellung eingeräumt worden wäre; eS erklärt sich aber befriedigt, daß wenigstens jetzt noch die Sanction jener Politik der Bun
^^ der Ansicht, daß auch bei einer Vermittelung deS Friedens he Mitwirkung der Bundesversammlung ersprießlich sey. Mecklenburg LLLrü^nck der Vorlage durch einen Ausschuß in den Vordergrund. Um ein- Ä\Ä 8ur orientalischen Frage herbeizuführen, haben die Mit-
?ch in Bamberg am 25. v. M. versammelt. Dieselben haben sich darüber geeinigt, den Anschluß der deutschen Staaten an das österreichisch-preußische Schutz- und