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Intelligenz-Blatt

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(ExpeditionS-Eomptoir am hl. Geistpförtchm M 2145). I |

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M 136. Samstag, dm 10. Juni 1854. ^^

UeberbliÄ der Ereignisse im Gebiete ber poLLtifche« U«d materielle» Interesse»»

KrsnkfsrL, den 10. Juni. Der Gegenstand, mit dem wir uns in unserm jüngsten Ueberblicke beschäftigt, ist im gegenwärtigen Momente so interessant, daß wir ihm, um ihn ganz zu erschöpfen, und unserem Programme getreu, wonach wir in diesen Ueberblicke« auch die materiellen Interessen hie und da besprechen, heute noch schließlich einige Worte widmen wollen. Da Californien von 1848—1851 750 Mil­lionen, Rußland 400 Millionen und die anderen Goldlager 200 gegeben hatten, so wür­den am Ende deS Jahres 1852 nahe an 2 Billionen Francs im Umlauf gewesen seyn. Diese Summe ist um so bedeutender, als eine solche Masse Goldes nie- in einem so kurzen Zeitraume und auf so verschiedenen Wegen in den Verkehr kam. und eö ist leicht erklär­lich, daß die Aussicht auf eine Steigerung dieser Menge den Regierungen und Börten Grund zu Befürchtungen gâ â Juni 1850 setzte Holland seine Zehnguldenftücke und LvuiSd'orS herab. Portugal hob den Umlauf fremder, außer der englischen, Goldmünzen auf, Belgien verminderte den Werth des fremden und eigenen Goldes, Rußland verbot die Ausfuhr deS Silbers und die französische Regierung setzte eine Commission zur Prü­fung dieser Verhältnisse ein. Die Furcht, welche einen so schnellen und vielseitigen AuZ, druck in den Maßnahmen der Regierungen sand, konnte nicht ohne Einfluß aus daS Publikum bleiben und in Folge dessen sank das englische Gold in Paris vom L. Juli bis 25. Dezember 1850 um 2 Prozent, an der Börse von Amsterdam 4 Prozent und daS Silber erreichte in London eine Prämie. DaS Verhältniß des reinen Silbers zum reinen Golde, welches in Frankreich nach dem Gesetz vom Jahre XL wie 151/3— 153/â zu 1 ist, sank in Holland, Belgien und Hamburg auf das Verhältniß von 15^4 zu 1.' England allein verstand einer solchen Entwerthung, wie sie in Holland in aller «tle vor sich ging, vorzubeugen und zitterte nicht vor den Folgen, welche durch eine Weigerung von Seiten des Publikums, das bisherige Verhältniß anzuerkennen, entstehen könnten. Die Bank von England, um das Gleichgewicht zwischen Ausfuhr und Einfuhr herzustellen, erhöhte das Disconto von 2^2 auf 3 Prozent. DaS Pfund Sterling stieg darauf in wenigen Tagen von 24 Francs 70 Centimes auf 25 Francs 35 Centimes und erhielt sich auf 25 Francs 45 Centimes, was eine Steigerung von ^2 bis 3L Prozent darstellt. Die hier in Zahlen gegebene Bankoperation war eine Wertherhöhung des Äquivalents, wel. cheS die Bank für verkaufte Wechsel zu geben hatte. Der Verkauf von Wechseln ist für den Kaufmann ein bedeutendes Mittel, sich in den Besitz von baarem Gelde zu setzen. In dem Augenblicke also, wenn die Bank, daS Hauptdepot der Baarvorrâthe, die Er­langung des baare» Geldes erschwert, wird das im Verkehr befindliche Geld mehr gr»