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Ein der Pr. Corr, zugchendes Schreiben aus Neapel berichtet über einen Unglücks- fall, der einen deutschen Reisenden beim Besteigen des Vesuvs betroffen hat. Herr I. Delius aus Bremen hatte sich am 11. Mai, in Begleitung einiger -wutschen Lands­leute, auf den Vesuv begeben. Als die GeseLschait in den erloschenen Krater hinabstieg, trat Herr Delius dem Abgrunde zu nahe, einige Steine wichen unter seinen Füßen, er verlor daS Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe hinab. Seine Begleiter waren so­fort bemüht, ihm schnelle Hülse zu schaffen, da man sein Stöhnen deutlich vernahm und sich daher Hoffnung machte, sein Leben zu erhalten. Nachdem Stricke herbeigeschafft worden, ließen sich mehrere Menschen in die Tiefe hinab, fanden aber den Unglücklichen schon leblos. Zensiere Spuren der Verletzung wurden an dem Leichnam nicht aufge- funden. so daß eine Sprengung der Gefäße oder Eingeweide den Tod herbeigefüyrt zu haben scheint.

Der Moniteur enthält einen der Akademie der Wiffenschaffen abgestatteten Bericht über eine neue Kriegswaffe, deren Erfinder Dr. Eharreyre ist. Sie besteht aus einer Lanze, die auS einem Schild hervorragt, von dem Flinten- und Pistolenkugeln abprallen. Durch den von den Augen bis zu den Schenkeln reichenden Schild gedeckt, kann der Träger desselben bis auf 4 oder 6 Schritte dem Feinde sich nähern und nun durch einen leichten Druck die Lanze in Brand stecken. Das davon ausgehende Feuer verbreitet sich blitzschnell über einen Raum von 30 bis 40 Fuß, ergreift jeden Körper, den eS berührt, und verbrennt nicht nur die im ersten, sondern auch die im zweiten und dritten Gliede stehenden Mannschaften. DaS aus der Lanze längere Zeit sprühende Feuer strömt wag- recht auS und zwar mit einem durchdringend pfeifenden Ton, der wirklich entsetzener­regend^ ___________________________________________________

Mainz, 26. Mai. Weizen und Roggen bewährten auch in dieser Woche eine feste Haltung. . In Köln sind dieser Tage für den Mai Termin, von Holland eingetroffen, circa 29,000 Malter angewiesen worden und steht zu erwarten, daß Mannheim und wohl auch unser Platz Einiges davon wird zugetheilt bekommen. Hier ist der Mai-Termin so ziemlich als erledigt anzusehen; es wurde» überhaupt auf hiesigem Platze seit lange keine Termin Geschäfte abgeschlossen und geschehen die Um­sätze nur zum Behuf der Con.ümtion. Die Halle war mittelmäßig befahren. Verkauft wurde: Weizen 200 Pfd. st 19. 2Ö bis 19. 45, Roggen 180 Pfd. fl. 15. 30 bis lS, Gerste 160 Pfd. fl. 11.30 bis 12, Hafer 120 Pfd. fl 7 bis 7. 15. Im Großhandel: Weizen fl. 19 30 bis fl. 20, Roggen st 17 lbis 17, 30. Rüböl effect. Thlr. 43 bis 43fti, per Oct.Thlr. 44 bis 44'ji. Branntwein fl. 38. 30 bis 39.

EM WM Mr aus dem MMrsfeid, nächst dem Main-Weser-Bahnhof. ass. EG Zur Ansicht sind ausgestellt:

1) Sie Schlacht bei Kulm- 2) Der Brerwaldftädter See,

' Jedes Bild ist 70 Fuß breit und 48 Fuß hoch. — Die Dioramen sind des Tags über zu sehen.

SsWMMthKKter LR BsäRheiw»

Sonntag den 28. Mai: (Zum ersten Male.) Sie ist Vsrheirathet, oder: Zun- kev, Wmdmam; MtZ TangenichLs. Romantisch komisches Charakterbild mit Gesang in 4 Acten von Kaiser. — Kassenöffnung 3 Uhr, Anfang 4 Uhr.

G h a r K d e.

In der Ersten wogt das Leben;

Sinkt das Eure drein, Wird's am Ende seyn; Dürft dem Todtengrâ'ber nicht viel geben. Oester glänzt die Zweit' Euch um Lie Rase. Lieber seht Ihr sie im vollen Glase, Und dem Ganzen dankt Ihr, wenn Zhr's kennt, Eine Göttin und ein Instrument.

- Muslösung der Charade in Rs. I2L Theil, Urtheil, Vorurtheil, Vortheil,