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Intelligenz-Matt

der freien Stadt âankfnrt. /

(Expedttions-Eomptoir am hl. Geèstpförtchen M 214;).

M 124. DoMerftag, den 25. Mai 1854.

MM" Wegen der Feier des Himmelfahrttages wird mor, gen Freirag das Jatelligenzblatt nicht auSgegebe«.

AebesblLÄ des GreigAiffe im Webèete des poZZtisGev «Ad WateereRsn JKLereffe«.

Ihr schreit und schreit - Beweist uns,

Sir! Falstaff.

Frankfurt, den 25 Mat Immer von Neuem tritt die Behauptung in der Presse hervor, daß der preußische Bevollmächtigte in Wien, Graf AlvenSleben den be­stimmten Auftrag erhalten habe, wo möglich die Schritte der österreichischen Neuerung gegen Rußland zu hemmen. Forscht man nach dem Grunde für diese Ansicht, 6 liest btefelbe barin, daß die Presse doch für die Zögerungen des österreichischen CabinetS m seinem Vorgehen gegen Rußland eine Veranlassung ausfinden will. Wo ist diese nun M finden, alS eben in der Sendung des Grafen AlvenSleben nach Wien? Eine arßVe Uebereilung und Ungerechtigkeit ist nicht denkbar. Die österreichische Regierung mit Rußland am S. Juli 1846 auf die Dauer von 8 Jahren und weiter Zm K.â Vertrag abgeschlossen, in welchem Rußland sich zur Freihaltung der Sultnamündung ver­pflichtete. Seit der Occupation der Wallachei durch die Russen wurde nicht nur die Schifffahrt aus der Donau gehemmt, die Ausfuhr von Getreide, welches österreichische Unterthanen dort angekauft hatten, untersagt, österreichische Schiffe im Hafen von Gala» zurückgehalten, sondern auch die Sulmamündung verrammelt und verbarrikadirt. Wir glauben, daß diese Beeinträchtigungen österreichischer Interessen hinlänglich gewesen wären, um das Wiener Cabinet zu entschiedenen Maßregeln gegen die Verletzer seiner Rechte zu veranlassen Jed-rman weiß, daß hiervon bis jetzt nichts geschehen ist Sollte etwa die preußische Regierung auch hier wieder den Dämon gespielt und die Energie des österrei­chischen CabinetS gelähmt haben? Wenn nun die österreichische Regierung bei der Br-- theidtgung ihrer eigensten Interessen sich veranlaßt sand, so bedeutende Rücksicht auf Ruß­land zu nehmen, muß man sich da nicht mit Recht über die Taktlosigkeit der Presse wun- dern, daß sie vor diesen Verhältnissen ihr Auge verschließt? Jetzt heißt elXfrAu^ unterhandele mit Rußland, Preußen suche durch den Grafen AlvenSleben die Eonvemisn eS A dergleichen mehr. Es ist schon wiederholt die Versicherung v"^llt, daß die preußische Regierung mcht im Entferntesten mit FriedenSverhansLungen ?nt,r ^ sich beschäftigt, weil sie dieseiben

unter den obwaltenden Verhältnissen für unnutz und vergeblich hält; es ist ferner her*