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der freien MM Frankfurt. /^^
(Expeditions-Comptoir am hl. Geistpsörtchen M 214?). | s
M 122. Dienstag, den 23. Mai 1854.
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Ihr wüthet gegen uns ganz ohne Grund, Es eifert ganz umsonst ber gist'ge Mund ; Was Ihr erstrebt, wir wollen Gleiches bieten, , Ihr wollt mchiK r i eg. und wir — erstrebenF r t e d x q' Ben Johnson« neue Schenke.
KraEart, den 23. Mal. Die Angriffe der österreichischen Presse auf hie aeaen- wârti^e Stellung Preußens in der orientalischen. Frage haben in Berlin) nach den dortigen Blättern, großes Befremden erregt. Da der Publizist nur durch gegebene Thatsachen sein Urtheil bestimmen lassen darf, so mußte man bei dem Mangel der B-weise für die feindliche Haltung Preußens gegen daS Wiener Cabinet über die Eilfertigkeit, mit welcher auch sonst besonnene Blätter ihre Spalten offenbaren Entstellungen der Ber- HLltnisse öffneten, erstaunen. Welche Veranlassung hatte Preußens Politik zu solchen Angriffen gegeben, nachdem sie im Wiener Protokoll sich vollständig mit de» RechtSan. schauungen der Westmächte einverstanden erklärte, nachdem sie in einer Convention mit Oesterreich mit der gejammten Hecregmacht Preußens für die Erhaltung des österreichischen KaiserstaateS einzuireten sich verpflichtete? War durch das österreichische Cabinet etwas Bedeutenderes unternommen worden ? Von ibm ist auch nur daS Wiener- Protokoll unterzeichnet, es hatte freudig feine Zustimmung zu der Convention mit Preußen ertheilt und einige TruppencorpS zum Schutze feiner slawischen Gebiete aufgestellt, weil die Bewegung der serbischen Völkerschaften im Fürftcnthum Serbien, in Bosnien und Montenegro nicht etwa bloß die Sicherheit des türkischen Reichs bedrohten, sondern auch die Existenz Oesterreichs an der unteren Donau in Frage stellten. Sollte man in Erwäguna dessen nicht auf den Gedanken kommen, daß ein Theil der Presse, welche über die prer^ ßifche Regierung herstürzte, unbewußt fremden Zwecken gedient und unbewußt den Ein- Mflerungen Derer Gehör geschenkt habe, welche den Zwiespalt zwischen den deutschen Großmächten heute lieber als morgen erblicken möchten. Wir hoffen vielmehr daß die Einigkeit zwischen denselben fortdauern und sich auch in den Tagen der Gefahr bewähren werde. DaS zwischen den beiden deutschen Großmächten aus freiem Entschluß vereinbarte Schutz- und Trutzbündnitz vom 20. v. M. liefert die beste Bürgschaft für ein solches Zusammengehen, so lange man nicht denjenigen Bestrebungen eine Mitwirkung gestattet, welche über die Gränzen jenes Vertrages hinaus eine active Betheiligung verlangen. DaS erwähnte Bündniß ist zum Schutz der nachbarlichen Interessen Oesterreichs sowie zum Schutze des gesammteu Deutschlands abgeschlossen. Die Grundlage desselben