*♦* Glückstadt. Unter den Arbeitern auf Dieksand sind Unruhen ausgebrochen. Durch eine Staffelte wurde der Commandeur des 2. Jägercorps Oberst v. Brauner davon unterrichtet und bei demselben militärische Hülfe requirirt. In Folge dessen ward unter dem Commando des Cavitäns Wolle und des Lieutenants Beisenberg eine 50 Mann starke Abtheilung des 2. Jägercorps zu Wagen nach Dieksand abgeschickt. Dem Gerüchte nach ist auch von Rendsburg und Itzehoe (?) aus Militär dorthin abgegangen, um die Ordnung wieder herzustellen.
Fürth? 27. April. Ein grauenhafter Mord ist heute in den ersten Morgenstunden dahier verübt worden, der aufs Neue den Beweis gibt, daß man genesene Wahnsinnige stets im Auge behalten muß Der zweite Sohn der Lohnkutschereibesitzers-Wittwr Ermann, die mit ihrem ersten Sohne das Geschäft betrieb, war vor einigen Monaten nach Erlangen in die dortige Irrenanstalt gebracht worden, und kehrte als geheilt in den letzten Tagen in seine Vaterstadt zurück. Gegen Freunde und Bekannte sprach er sich offen über seinen Zustand aus, und bedauerte, daß er in seinem Irrsinn der eigenen Mutter mit dem Tode gedroht habe. Gestern soll derselbe noch bis Mitternacht in einem hiesigen Wirthschaftslokale anscheinend ganz vernünftig sich unterhalten haben. Heute früh um 5*/a Uhr erfaßte ihn der Wahnsinn. Ein Schuß in der mütterlichen Wohnung rief den Dienstknecht und Nachbarn herbei , und ein schrecklicher Anblick empfing sie! Die sterbende Frau konnte noch sagen: »Mein Sohn hat mich erstochen!" Eine klaffende Wunde in der Brust brachte ihr den Tod. Den Bruder fand man nebenan mit einer höchst gefährlichen Schußwunde gerade über dem reckten Auge; sein Tod ist gewiß, da das Gehirn verletzt erscheint. Der Mörder hatte sich selbst getödtet, indem er sich den Hals durchschnitten und sonst noch mehrere Wunden beigebracht hatte,
*** Paris. Der Brigadegeneral Jusuf, Commandant der eingebornen Truppen in der Subdivision von Medrah, ist dem Oberbefehlshaber der Orient-Armee zur Verfügung gestellt worden, um mit einer Specialmission beauftragt zu werden.
Der „Moniteur" veröffentlicht die officiellen Berichte über die Zolleinnahmen im Monate März; es betrugen diese 635,592 FrS. weniger, als im März 1853, und 1,294,099 Frs. weniger, als im März 1852. Der Ertrag der Zölle in den ersten drei Monaten des gegenwärtigen Jahres belief sich aus 30,116,103 Frs.; 205,210 Frs. mehr, als im ersten Quartale 1853, und 2,412,544 Frs. weniger, als im ersten Quartale 1852.
%* Marseille Das Dampfboot „Treblano" hatte zwischen Antibes und Nizza einen Zusammenstoß mit dem Dampfboote „Sicilia" und sank. Seine 50 Passagiere sollen leider ihren Tod in den Wellen gefunden haben. Man besorgt, Sir Robert Peel habe sich an Bord des verunglückten Schiffes befunden.
• %* Petersburg Das Schicksal von Kronstadt flößt hier in der That nicht ge-
'-aniß ein, sg sä auch die Russen Fremden gegenüber sich den Anschein geben, als rmge --rsckütterlick^ Ueberzeugung von seiner Uneinnehmbarkeit. Es ist begründet,
hatten sie Hw Ub. . ^nd gelitten haben; indessen wird natürlich mit größter An-
daß die GranlLbekleidu^en bcdâ. ^glichst widerstandsfähig zu machen und daß ihre Zer- strengung geardkttet, unt jß nicht zu bezweifeln.
storung VE^ und Blut Men M QU§ Stockholm melden, daß Admiral Napier M dü S^S ««.!,'»« *W,£ä^ m,"M -â 6ämm“ v®ön »«f®^ S S* ^ m" 6 'S,* * t >8™«M
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Spitze werden von den Russen Batterien gebaut, ebenso an der südlichen Spitze d ese Mündung. Kuraibet und Dunayecz erhalten bedeutende Besatzu>7Mrupven, unv bei l tz-