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(Expeditions-Comptoir am hl. Geèstpförtchm M 214?).
M 84. Samstag, dm 8. April 1854
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Ein Zriebensstrrn! Begrüßet ihn mit Freuden!
Frankfurt, den 8 April. Während der Krieg zwischen der Türkei und Rußland sich bereits in vollem Gange befindet, und England und Frankreich nahe daran stehen, die Feindseligkeiten in der Ostsee, im schwarzen Meer und in den Donaufürften- thümern zu beginnen, eröffnet sich plötzlich eine, wenn auch nur entfernte Aussicht auf eine friedliche Beilegung deS auSgedrochenen Streites. Der Prinz Georg von Mecklenburg nämlich, welcher am 2. d. M. in Berlin eingetroffen ist, hat ein Handschreiben deS Kaisers von Rußland überbracht, in welchem derselbe sich erbietet, Frieden zu machen und die Donausürstenthümer zu räumen, wenn die Rechte, welche die christlichen Unterthanen der Pforte durch die Vermittelung Englands und Frankreichs in der neuesten Zeit bekanntlich erhalten sollen, durch Werträge garantirt werden; wenn ferner auch die Flotten Englands und Frankreichs das schwarze Meer und den Bosporus verlassen. Die Ga- rantirung jener Rechte der christlichen Unterthanen der Pforte würde im Wesentlichen daS seyn, was Rußland von Anfang an gefordert. Wird diese Art der Garantie von England, Frankreich und der Pforte angenommen, so erklärt sich Rußland ferner bereit, auf einem Congreß — etwa zu Berlin — daS Uebrige durch Verhandlungen zu regeln. Ob die Wcstmächte auf diese Vorschläge eingehen werden,-muß dahingestellt bleiben, und zwar um so mehr, als dieselben sich kürzlich gegeneinander verpflichtet haben, die Waffen nicht eher niederzulegen, als bis Rußland die Freiheit deS schwarzen MeereS für die Schiffe aller Nationen anerkannt und in daS Aufgeben aller seiner alten und in die Abfassung neuer Verträge mit der Pforte gewilligt habe Jedenfalls ist aber durch diese- Anerbieten Seitens Rußlands der Ausgangspunkt für neue Verhandlungen gewonnen, und wie wenig wir auch deren Erfolge überschätzen wollen, so ist doch die Thatsache von Bedeutung, daß Rußland sich noch nach erfolgter Kriegserklärung von Seiten der West- mächte zu einer friedlichen Verständigung bereit erklärt bat. Wenn ein neuer Congreß zur Herbeiführung des Friedens in der That eins Stätte in Berlin finden sollte, so würde dadurch die von der preußischen Regierung in der Ecklätung vom 18. März ausgesprochene Politik den Anfang der Verwirklichung erhalten. Bei diesem Wendepunkte, an welchem die orientalische Frage sich zu befinden scheint, liegt eS nahe, auf den bisherigen Gang der Verhandlungen, so weit sie Deuischland betreffen , einen Rückblick zu werfen. 1) Im Anfang November v. I. schlug Oesterreich in Berlin vor, die Bundes- Versammlung zu der Erklärung einer unbedingten Neutralität aufzuforrern. Preußen lehnte diese Anmuthung ab und stellte als Richtschnur seiner Politik den Grundsatz der