ZnteMgenz-Blatt
der freien KtM /rnnkfrrt
(ExpeditionS-Comptoir am hl. Geistpförtchm M 214:).
M 82, Donnerstag, den 6. April 1854.
A b onnementSpreiS für'ö halbe Jahr fl. 2.30 kr. Tägliche Ausgabe außer Montags. EinrückungS gebühren: 6kr. für die ganze, 3kr. für die gespaltene Zeile.
AbonneWenLH auf das in der Auflage von 4VOV Exemplaren in hiesiger Stabt und Umgegend verbreitete Jnrelligenzblatr mit dem Amtsblatt werden täglich in Der Expedition angenommen.
Inserate aller Art können auf den besten Erfolg rechnen, worauf besonders such die geehrten Besucher der hiesigen Messe aufmerksam gemacht werden.
Uebeâiâ der» ®mgm#e im WebLets Nr poLiiLWeN ■ rrrrd matevLeUSn JNtLVeffsN»
So ist es klar, so liegen jetzt die Dinge, Drum wartet ruhig, bis man ste vollbringe.
Frankfurt, den 6 April. Die selbstständige und nationale Gesammt- Politik Deutschlands, deren nähere Bestimmungen eben in Berlin festgesetzt werden, scheint schon allmälig in der deutschen Presse immermehr Anklang zu finden. Als Symptome der öffentlichen Stimmung sind in dieser Bestehung die Aeußerungen zweier Blätter nicht uninteressant, welche zugleich als Stimmen aus dem Norden und dem Süden Deutschlands gelten können Wir meinen damit die in Berlin erscheinende »Zeit" und den »Staatsanzeiger für Würremberg". Da nun in neuester Zeit auch auch die »Neue Münchener Zeitung" und die „ H annover'fche Zeitung" sich für den von den deutschen Großstaaten betretenen Weg ausgesprochen haben, so darf man damit wohl die Nachrichten von einer angeblich eigenen Politik der Mittelstaaten für widerlegt erachten. Die Hauptstellen der in den zuerst erwähnten beiden Zeitungen enthaltenen Artikel lauten wie folgt. I. Ein Artikel der immer noch als offiziös geltenden Berliner „Zeit" spricht sich also auS: „Man hat so viel und so oft gesprochen von Deutschlands Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Wir halten den gegenwärtigen Moment für einen mehr wie je geeigneten, daß Deutschland seine Selbstständigkeit und Unabhängigkeit in Wirklichkeit an den Tag lege. Deutschland soll und muß sich zu einer wahrhaft nationalen Politik einen, zu einer Politik, die sich nicht zum Schleppträger einer zwingenden fremden hergibt, sondern im Widerstreite völkerschaftlicher Interessen die eigenen Interessen, und nur diese allein vertritt. Wenn wir recht unterrichtet sind, so ist nach diesem Zielpunkte hin das Bestreben Preußens in der gegenwärtigen Krise gerichtet, und so befindet sich Preußen bei diesem Streben mit seinen deutschen Bundesgenossen in vollem Einklänge. Es würde sich dann nicht mehr handeln um eine spezifisch preußische, auch