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Zntelligeuz-Blatt

ter freien Stadt Frankfurt, /^^

(Expeditions-Comptoir am hl. Geistpförtchen M 214?). I I

- — -------------------------——-———•—-—■—— . JK 78. Samstag, dm 1. April 1854. ^EäT

NehbâiE der GreigKiM im Gebiete dss pslßMMesZ WZtd wââlw» ZUteeAUeK»

Das Loos ist gefallen, verfolge die Weise, Der Weg ist begonnen, vollende die Reise, Denn Sorgen und Kummer vermindern es nicht, Sie schleudern Dich ewig aus gleichem Gewicht. Göthe.

Frankfurt- den 1 April. Die Entscheidung der großen Tagesfrage hat einen Schritt weiter vorwärts gethan durch die endliche Unterzeichnung des Vertrages zwischen der Pforte, England und Frankreich (am 12 ), welcher die Grundlagen feststrllt, unter denen die Westmächte der Türkei Hülfe zu leisten bereit find. Buch die Türkei hat endlich ihr Aulehen zu Stande gebracht, wenngleich zu sehr drückenden Bedingungen. DaS französische neue Anlehen ist bereits wieder gewichen und von seinem günstigen Stande bis auf Pari herabgegangen. Die Einschiffung englischer Truppen dauert fort, vorläufig bis zur Stärke von 25,000 Mann; französische Landtruppen werden seit dem 20. März zu Toulon eingeschifft. Zunächst sind die Mannschaften beider Mächte nach der Umgebung Konstantinopels bestimmt, über ihre weitere Verwendung verlautet noch nichts Bestimmtes. Die aus dem Mittelmeer abgegangenen vier französischen Linienschiffe werden Mühe haben, ihre englischen Bundesgenossen in der Ostsee einzuholen, da am 25. März bereits ein Theil der englischen Flotte im Angesicht von Kiel erschienen war.' Die Abschließung der Tripelallianz und das Jassiren ves SuudeS lassen nach allen Er­klärungen die formelle Kriegserklärung in kürzester Frist erwarten. Von allen Krieg?- Häfen an der Ostsee scheint nur Reval ernste Befürchtungen bei der russischen Regie­rung .hervorzurufen und ist so gut als aufgegeben. Von der Ausgangszeit des Eises wird es abhängen, ob es gelingt, die hier liegende dritte Schiffsdivisiou nach Kronstadt zu bergen. Man schreibt den Engländern die Absicht zu, die Insel Oesel zur Basis wei­terer Operationen zu besetzen Auf dem Kriegsschauplätze an der Donau herrschte biS jetzt Ruhe, doch sind die Punkte Kalafat und Braila von der höchsten Wichtigkeit. Die Russen richten sich immer häuslicher ein, verlangen Zwangskurs ihres Papiergeldes, setzen Beamte ab und ein, hemmen den Handel und verschließen die Handelsstraße ihrer „Pfänder"; doch sind Schiffe bereits unterwegs, um die Sulinamündung mit Gewalt zu öffnen. Die von den Russen errichteten Freischaaren scheinen mehr unter der Schlech­tigkeit ihrer eigenen Bestandtheile, als unter den Vorstellungen Oesterreichs zusammen- gebrochen zu seyn. Die Rachrichten über den Ausstand in Albanien und Thessalien sind fortwährend widersprechend und unzuverlässig; nur so viel ist gewiß, daß die griechische