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UeberblLS der Wreègmffe im Gebiete der politischen sm^ materieKen Jntereffen»

Der Appell an die Rackwelt entspringt aus dem einen lebendigen Gefühl, daß es eine unvergängliche Wahrheit gebe, und wenn auch nicht gleich anerkannt, doch zuletzt aus der Mino ritât sich der Majori­tät werde ;u erfreuet! haben. Kleist.

Frankptkt, den 16. März. Die neue Reformbill, welche Lord John Ruffel dem englischen Parlament vorgelegt hat, ist vorläufig nur vertagt, nicht zurückgezogen. Dessen ungeachtet ist die OppoWonSpresse erfinderisch in Insinuationen, welche die ganze Vorlage dieser Bill nur alS ein politisches Manöver darstellen, mit dem es nicht ernst gemeint gewesen und durch welches man nach Umständen die Aufmerksamkeit des Lande- Habe theilen wollen, um fie von der im Orient befolgten Politik abzulenken, während man andererseits wiederum des drohenden Krieges als Vorwandes sich bediene, um die ParlamentSreform zu beseitigen, welche Lord John Ruffel nur vorgebracht habe, um feilt früher gegebenes Wort zu lösen. Es fehlte nur noch, daß die OpposttionSpresse behaup­tete, die englische Regierung werde zum Schein ein wenig Krieg anfangen, um eine Ge­legenheit zu haben, die Resormbill los zu werden. Die Sache ist wohl einfach die, daß diese Maßregel allerdings nicht als eine so dringende erscheint und auch vom Lande kei­neswegs als solche ausgenommen worden ist, welche nicht ernsten äußeren Ereignissen gegenüber sofort weichen müßte. Und daß man fich unter solchen Umständen um so eher zu einem Aufschub entschlossen hat, dazu mag die verschiedene Ansicht, welche im englischen Cabinet selbst über die Resormbill bestehen soll, wohl das Ihrige beigetragen Haben. Namentlich begreift es fich, daß man in diesem kritischen Zeitpunkte nicht gern neue Differenzen mit Lord Palmerston hat Hervorrufen wollen, der allgemein alö das­jenige Mitglied des CabinetS bezeichnet wird, welches die größte Abneigung gegen wet- «re Parlamentsreformen hege. Die Vertagung der Maßregel ist einstweilen bis Ende April beschlossen worden. Man wird dadurch auch Gelegenheit gewinnen, fich noch weiter über den Anklang zu unterrichten, welchen der vorgelegte Plan im Lande findet. Bis jetzt hat sich noch kein sehr lebhaftes Interesse dafür kundgegeben und eS gewinnt immer mehr den Anschein, als ob die Zett vorüber wäre, wo man in parlamentarischen Verän­derungen noch eine Panacee gegen alle Unvollkommenheiten in den nationalen Zuständen und eine Abhülse für jede Beschwerde in Handel und Wandel zu finden glaubte. An die Stelle der parlamentarischen Theorien tritt immer mehr die Beschäftigung mit den staatS, und volkSwirthschaftlichen Fragen und die Lösung der in dieser Sphäre sich dar. bietenden Probleme nimmt ein weit größeres Interesse in Anspruch als die Frage, ob