Armee auf den Soll-Etat gesetzt, sondern cs wird auch noch außer der Completirung aller übrigen Corps ein bedeutendes Rcscrvecorps erübrigt werden können.
*** WLHHin. Nach Berichten aus Bukarest vom 18. d. haben am 12. und 13. abermals Gefechte auf der Insel Mokan stattgefunden. Die Türken machten Versuche, die Insel zu besetzen, und die russischen Truppen erhielten Befehl, den Feind v.on der Insel wieder zu vertreiben. An beiden Tagen endete das Gefecht damit, daß sich 'sowohl die russischen als türkischen Truppen auf die Ufer zurückzogen.
Aus Bukarest vom 19. wird berichtet, daß im Auftrag des russischen Gouvernements an der Moldau -walachischen Gränze Befestigungsbauten vorgenommen werden. Vorläufig werden Fokschan Tymacz und Lunghaz befestigt. Ein Courier, der von Odessa kam, ist vor einigen Tagen in einem Hohlwege in dem Schnee sammt Wagen und Pferden versunken und konnte nur mit größter Anstrengung gerettet werden. — Die Gerichtsbehörden in der Moldau und Walachei werden nach den in Rußland bestehenden Bestimmungen organisirt.
*** BAkaxesL. Ungeachtet des hohen Schnees, welcher die Walachei bedeckt, haben, wie ein Privatschreiben aus Bukarest berichtet, in letzterer Zeit abermals bedeutende Gefechte an der Donau zwischen den Russen und Türken stattgefunden. Zehn Wagen mit Verwundeten wurden wieder in die Spitäler der Hauptstadt gebracht. Am 13. Februar waren 152 leere Pulverwagen, zu drei Pferden bespannt., aus der Gegend von Kalafat kommend, daselbst durchpassirt, um in Bessarabien frische Munition zu holen Asi demselben Tage hatte man 28. gefangene Türken, worunter ein Offizier, eingebracht, die in einem Vorpostengefechte von den Russen aufgehoben worden find. Der Officier ward .vom Fürsten Gortschakoff nach Petersburg geschickt. — Am 16. d. M. wurden sieben sogenannte Kreuzträger (Freiwillige) erschossen, welche bei Kâlafat zu den Türken desertiren wollten. Ein anderes Individuum, früher in österreichischen Militärdiensten stehend, später Offizier im holsteinischen CorpS, wollte sich ebenfalls zu den Türken durchschleichen, wurde aber in Crajowa, wo die Polizei auf die Beobachtung desselben aufmerksam gemacht worden, ungehalten und gefangen rach Bukarest gebracht, wo ihn wahrscheinlich auch die Strafe deS Erschießens erwartet.
*** Turin. Der Abschluß eines Vertrags zwischen der k. Regierung und Hrn. Brett wegen Anlegung eines unterseeischen Telegraphen von Spezia bis zum Cap Tenlada ist erfolgt.
*** Neapel. Heftiges Erdbeben in Cosenza am 12. d. Viele Häuser sind emge- stürzt und einige Menschenleben gingen verloren.
Am 8. Februar, zwischen 8 und 9 Uhr Abends, schlug während eineS heftigen Schneegestöbers der Bliy in den Thurm der Meinoldikirche in Dortmund.
Nach einem soeben in England erschienenen amtlichen Bericht über die Unfälle, die sich auf sämmtlichen in Großbritannien und Irland in Betrieb" gewesenen 7512 Meilen langen Eisenbahnen während des ersten Semesters vorigen JahreS ereignet haben, sind von 45,080,366 Passagieren 239 verunglückt, darunter wurden 148 getödtet, 191 beschädigt. Auf je 300,000 Eisenbahnfahrende kam immer ein Opfer, welches mit Tode gbgèng; auf je 50 Meilen Eisenbahn im Laufe des halben JahreS ein Todesfall.
In Berlin ist kürzlich ein für Se. königliche Hoheit den Prinzen von Preußen bestimmter Wagen in Fo,m einer Chaise, dessen Räder mit anderthalb Zoll breiten Gutta- perchareifen beschlagen sind, von England ««gekommen. Die Räder selbst sind von Ct- sen, ungefähr dritthalb Zoll breit, derGuttaperchabeschlag aber, nur wie erwähnt anderthalb Zoll breit, ist dreiviertel in das Rad eingelassen und steht einen starken halben Zou über die Fläche der Felgen der Râdèr über, so daß er weder rasselt noch flößt. Im liebrißen ist der Bau des Wagens ganz wie dcreiner sogenannten Viktoriachatse.