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ZnteMgen; Blatt der steten MM Frankfurt. /^^, â

(«rpedttionS-Lomptoir am hl. GeistpförtchenA 214;). | |

---------- â 54. Samstag, den 4. März 1854. >^W^

Ueberblèck der Greigniffe im Gebiete der politischen j und materiellen Jutereffen.

Noch ist es Tag, da rühre sich der Mann, Die Nacht tritt ein, wo Niemand wirken kann!

Frankfurt, den 4. März. Zn dem russisch-türkischen Kriege herrscht gegen­wärtig eine Stille, wie sie in der physischen Welt dem AuSbruch eines Gewitters vorher­zugehen pflegt. Desto thätiger sind jedoch die Diplomaten, um bei dem Kampfe, der die meisten Staaten Europas mehr oder weniger nahe zu berühren droht, die Stellung dieser Regierungen zu der großen Streitfrage festzusetzen. Ein Berliner Blatt gibt eine kurze Zusammenstellung der bedeutendsten, die gegenwärtige Situation bezeichnenden Mo­mente, welche nicht eben durchweg aus Neuheit Anspruch macht, aber auf möglichst zu­verlässigen Daten beruht. 1) WaS daS Verhältniß Rußlands zu den Westm âchterr betrifft, so scheinen alle Brücken für eine weitere Vermittelung abgebrochen. Rußland wird zur See natürlich im Wesentlichen defensiv verfahren, dagegen nicht nur den Land­krieg längs der türkischen Gränzen im Frühjahr in möglichst großartigem Maßstabe zu eröffnen suchen, sondern, wie wir vernehmen, zum Schutze der Ostseeküsten auch Truppen auS dem GrenadiercorpS in Kurland, Liefland u. f. w. bis an den bothnischen Meerbusen aufstellen. Dagegen werden Frankreich und England vorzugsweise mit ihren Flotten im schwarzen Meere und in der Ostsee operiren, jedoch auch am Landkriege in der TürkeL durch eine HülfSarmee von 76,000 Mann sich betheiligen, wozu England 96,000, Frank­reich 50,000 Mann stellen wird. 2) Hinsichtlich des VerhältniffeS der Westmächte zur Türkei ist jetzt eine Convention zwischen England und Frankreich zum Abschlusse gebracht, durch welche beide Mächte nicht nur daS Nähere über die Vertheilung der Streitkräfte zur See und zu Lande stipulirt, sondern sich auch verpflichtet haben» in dem bevorstehenden Kriege keine Territorialvergrößerung zu erstreben. Ferner stimmen sie darin überein, daß die Türkei nicht einseitig Frieden schließen darf, ohne daß die Be­dingungen vorher von ihren Verbündeten genehmigt find. Die Pforte ist bisher in letz­terer Beziehung noch auf keine bestimmte Verpflichtung eingegangen, doch zweifelt man nicht an rhrer Willfährigkeit. 3) In Betreff des Verhältnisses Rußlands zu den deutschen Machten find bekanntlich die von dem Grafen Orloff überbrachten Vor­schläge, welche auf eine von Rußland garantirte Neutralitätserklärung hingingen, abae- lehnt worden. Auch ist bereits erwähnt, daß vor einigen Tagen in Berlin eine vor- ^ufige Anzeige von einer Antwort Rußlands auf die von der preußischen Regierung irr dieser Beziehung abgegebenen Erklärungen einging. Wie wir erfahren, ist seitdem diese Antwort selbst angelangt und überreicht worden. 4) Die Westmächte haben an dtp