Intelligenz-Blatt
der freien MM Frankfurt.
(SrpeditionS-Eomptoir am hl.GetstpförtchenA 314?).
M 48. Samstag, den 25, Februar 1854.
Ueberbliâ der Ereignisse im Webèete der politischen und moterLeUen Interessen.
Du sehn'st Dich weit hinaus zu wandern, Bereitest Dich zu raschem Flug, Dir selbst sey treu und treu den Andern, Dann ist die Enge weit genug.
Frankfurt, den 25. Februar. Daß die Deutschen in den Vereinigten Staaten von Nordamerika ungeachtet der großen Zahl deutscher Ansiedler, die sich daselbst in dem vollen Genusse des Bürgerrechtes befinden, geringer gerechnet werden, als alle anderen Nationen, ist leider eine Thatsache, die durch zu viele unzweideutige Zeugniffe beglaubigt ist, als daß fie sich mit einigem Grund in Zweifel ziehen ließe. Auch die nordamerikanisthen Behörden scheinen zweierlei Maaße zu haben, mit denen sie die Deutschen und die Angehörigen anderer Nationen messen. So sehen wir auS einer Re he von Aktenstücken, welche der in New York erscheinende „New- York-Herald" mit* tMIt, daß zu derselben Zeit, während man aus der bekannten Angelegenheit des unga- rifchen Flüchtlings Kostaeine große StaatSaffaire machte, einem deutschen Demokraten, dem Mecklenburger Wiechel, der sich in ähnlicher Lage befand, von Seiten der amerikanischen Regierung jeher Schutz und Beistand verweigert wurde. Wiechel, der im September 18al Dresden, wo er ansässig war, mit einem regelmäßigen Passe verlaffen, war nach ernem funfvtertelzährigen Aufenthalte in den Vereinigten Staaten mit einem amerrkantschen Paffe, angeblich in Handelsgeschäften, nach Sachsen zurückgekehrt, wurde an dem Tage nach seiner Ankunft (am 1. März v. I.) verhaftet und nach 56tägiger Untersuchungshaft mit der Weisung auS dem Lande geschafft, daß er auf ^’ ^ i”1 Falle seiner Rückkehr mit Gefängniß und Strafarbeit be- Durch einen sächstschen Polizeibeamten nach Bremerhafen gebracht, l 2 Tage in gefänglicher Haft gehalten bis zu dem Abgänge des ersten ^Üi? ^"ß^- und als er bei feiner Ankunft in New-York im Oktober v. J. ^^èL„^r ... wegen der ihm widerfahrenen Behandlung an das auswärtige erhielt er (am 16. Dezember) von dem Staats- S i^ uns den von ihm vorgelegten Aktenstücken sich zwar daß die amerikanische Regierung sich aber in die Sache nicht »M amerikanischer Bürger sey. Wiechel hatte nämlich bei !»s«n^^""^ den Vereinigten Staaten zwar seinen Entschluß ruPro-
Xff^Ä^ ^ “attn Staaten zu werden, ab« er hatte daS Bürger- recht selbst noch nicht erwerben können, weil dazu bekanntlich ein mehrjähriger Aufent-