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Mark AntonS Kupferstiche, photographier von 93. Delepert, find bisher in fünf Lieferungen an daS Tageslicht getreten. Sie erregen in Paris viel Aufsehen. Die letzten Lieferungen enthalten den betlehemitischen Kindermord, das Urtheil deS Paris ic. Herr Goupil verlegt diese Photographien. Bei demselben thätigen und kunstfinnigen Verleger erscheint soeben eine heilige Maria, genannt au lapin, nach Correggio gestochen von CH. Müller und C. A. Schuller. ,

In der Bibliothek der königlichen Akademie zu Stockholm hat man kürzlich eine handschriftliche Messe von Michael Haydn entdeckt. Sie ist in der königlichen Capelle aufgeführt worden und hat sehr gefallen.

In der dahier bei Bechholv erscheinenden „Bibtiothéque des Classique Fran^ais“ ist jetzt der Moliere, welcher drei Bände auSmacht, erschienen. Diese Sammlung zeichnet sich durch eine im Verhältniß des Preises (die Lieserung kostet nur 14 kr.) vorzügliche Ausstattung auS. Die nächsten Lieferungen werden Thiers „Histoire de la révolution fran^ais“ bringen.

Einer Mittheilung der Leipziger musikalischen Zeitung zufolge hat der hiesige Mufik- director Franz Messer von des Königs von Preußen Majestät den ehrenvollen Auf­trag erhalten, einen bestimmten Psalm des biblischen Psalmbuchs für den Domchor in Berlin in Musik zu setzen.

Gustav Schmidt, der Kapellmeister bei der hiesigen Oper, arbeitet rüstig an sei­ner neuen Oper: „die Weiber von WeinSberg", und gedenkt dieselbe in nächster Zeit zu vollenden.

Von Jacob Bischof, dem in unserer Mitte lebenden und schaffenden vormaligen zweiten Zögling der hiesigen Mozartsttflung, wird im nächsten Concerte deS Câcilien- VereinS eine als ganz treffliche Komposition gerühmte Messe zur Aufführung kommen.

In Oldenburg ist eine kleine Brochüre erschienen, welche den Titel „Preußen an der Nordsee* führt und die Erwerbung deS Preuß. Kriegshafens am Jahdebusen zum Gegenstände ihrer patriotischen Betrachtung wählt. Der Schrift ist eine genaue Karte deS JahdebusenS und deS zunächst liegenden Terrain'S beigegeben. Sie enthält einen Abdruck des Vertrages selbst, eine Beschreibung der Jahde, deS JahdebusenS, und gibt als Einleitung eine Geschichte der Entstehung und Auflösung der deutschen Flotte seit 1848. „ Die Fluth tritt regelmäßig " bemerkt der Verfasser — „in Zwischenräumen von 12 Stunden in den Jaydemccrbusen, und erhebt sich dann auch dort biö zur vollen, in der Regel 11 bis 12 Fuß über den niedrigsten Ebbestand betragenden Höhe, welche sie in der offenen See längs her deutschen Nordseeküste erreicht. Das Wasser hat zur Fluth- zeit im Jahde-Meerbusen wie in der Außen-Jahde den vollen Salzgehalt deS Seewas- serS. ES friert deshalb in den Hauptströmungen der Ebbe und Fluth niemals fest zu und nur auf den höheren Sand- und SchlickwettS bilden sich Eislagerungen, welche bet eintretendem Thauwetter von der Fluch gehoben und fortgeführt, bei fehlendem Zufluß deS Oberwassers, ohne eigentlichen Eisgang schnell verschwinden."

Im Verlage der Decker'schen Geh. Oder-Hof-Buchdruckerei in Berlin ist ein Ver- zeichniß der Städte und Eisenbahnstationen im Zollgebiete erschienen. Diese Zusamm n- stellung verdankt ihren Ursprung dem §. 47 deS BetriebSreglementS für die preußischen Staats-Eisenbahnen vom 18. Juli 1853, wonach in den Güler-Erpeditionen Verzeichnisse derjenigen Eisenbahnstationen geführt werden sollen, wohin Güter zur Verladung kämen. Das Verzeichniß wird aber auch allen Spediteuren und Kaufleuten von Rutzen seyn.

Die 150ste Vorstellung von Weber'S „Freischütz" ging bei überfülltem Hause in Scene und sowohl das Festspiel mit den allerliebsten lebenden Bildern, als die neuen Decorationen und die Maschinerien der Wo lfSs ch lucht erregten großes Aufsehen und einen wahren Sturm von Beifall. Die lebenden Bilder, von Kindern dargestellt, sind aller­liebst und machen einen wahrhaft bezaubernden Eindruck. Der schöne Tert wird von Herrn Wenzel und Fräulein Genelli ganz vortrefflich gesprochen, wie dieß von sol-