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bis 1838 in zwei Bänden zu Paris erschienene „Histoire de l’économie politique eti Europe“. Blanqui gehört im Ganzen zur Say'schen Richtung.

Von H. Schwarzschild'S Vorlesungen über „Magnetismus, Somnambulismus, Clairvoyance" (Kaffel, bei Theodor Fischer) ist jetzt der zweite Band erschienen, welcher die Darstellung und Würdigung der thierisch-magnetischen Erscheinungen und in einem Anhänge die neuesten Erfahrungen auf diesem Gebiete enthält. Auch über das Tisch - rücken hat der Verfasser fein Urtheil nicht vorenthalten wollen. Schon der erste Theil wurde sehr günstig von der Kritik ausgenommen; dieser zweite aber ist noch ungleich reicher an Aufschlüssen. Der Verfasser, unser geschätzter Mitbürger, der seine Vor­lesungen „für Aerzte und gebildete Nichtärzte« bestimmte, hat sich ein Verdienst um die Aufklärung auf einem Gebiete erworben, wo eS der Nebel und Täuschungen so viele gibt, und wo bei manchen selbst sonst leidlich vernünftigen Menschen die Vernunft auf­hört. Freilich gibt eS auch „geistreiche" Leute, die absichtlich ein Brett vor dem Kopse zur Schau tragen, um die Welt glauben zu machen, eS sey — etwas dahinter.

Fräulein Veith, eine geborene Kölnerin, hat vor einigen Tagen in der italiesi- schen Oper zu Paris als Lisa in der „Sonnambula" debutirt, und zwar mit Glües wenn wir nach den Berichten der Pariser Blätter schließen dürfen. Die französische Kritik rühmt die umfangreiche und biegsame Stimme, so wie die gute Schule der deutschen Sängerin, bemerkt aber zugleich, daß Fräulein Veith auf der Bühne noch nicht recht zu Hause zu seyn scheine. DaS ist ein Fehler, dem sich abhelsen läßt.

In Paris ist ein „VolkStheater" im Plane. Dasselbe soll nur moralische und erbau­liche Stücke für die unteren VolkSclaffen geben. Der Erzbischof von Paris und der hohe CleruS sollen sich — natürlich durch Mandatare — um das Privilegium bemühen und Actionâre werben. Man hofft, im nächsten Winter das Théâtre du Peuple eröffnen zu können. Die strengste Censur soll geübt werden. Der Pariser Korrespondent der „Jnde- pendance", der über dieses geistliche Theater berichtet, bemerkt ausdrücklich, daß, wie un­glaublich die Sache klinge, er seine Angabe» von Personen erhalten habe, die sich leb­haft für daS Unternehmen interessiren.

Nunmehr weiß man, was auS dem lange vergeblich gesuchten Entdeckungsreisenden Franklin geworden ist. Der Verfasser deS „Verkehr mit Verstorbenen auf magnetischem Wege", LouiS AlphonS Cahagnet, will nach dem soeben erschienenen neuesten Hefte sei­nes Buches mittelst „Fräulein Avele" in Erfahrung gebracht haben, daß Franklin nicht nur unter einer Menschenclasse, die er bis auf daS Genaueste beschreibt, lebt, sondern auch aus seiner Fremde in sein Vaterland zurückkehren wird, und zwar — sobald die Erde eine jener Revolutionen wieder erlebt, durch welche bie ohne dieselbe undurchdring­lichen EiSmassen zerbrochen werden, die jetzt den Reisenden von seiner Heimath abschei­den. Cahagnet stellt aber diese Erdrevolution in baldige Aussicht.

Karl Gutzkow wird im Monat Mai mit seiner Familie dahier eintreffen und län­gere Zeit in unserer Mitte hinbringen, eine Nachricht, vie den zahlreichen hiesigen Freun­den und Verehrern deS trefflichen Schriftstellers gewiß zur hohen Freude gereicht. Z.

Merseste Nachrichten.

*** München. Die Verschlimmerung in dem Befinden des Ministers Hrn. v. der Pfordten ist leider nicht unbedenklich; die Krankheit ist ein ziemlich heftiges Schleimsieber, so daß der Minister im günstigsten Falle sich mehrere Monate lang, von allen Geschäften fern halten muß.

*** Vom Rheine. Wie wir vernehmen (berichtet das Mainz. I.) haben sich die großherzoglich badische und die herzogl. nassauische Regierung bereits nach Rom gewandt, pm über die Kirchenfrage direkt mit dem heiligen Stuhle zu verhandeln.