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Intelligenz Blatt

der freien MM Frankfirrt. ^^

(Expeditionr-Eomptoir am hl.GeWförtchenN 214;)

â 32. Dienstag, den 7. Fedruar 1854.

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Ueberbliek der Ereignisse im WebieLe der politifcheK und materiellen Interessen.

Gott hat die Grobheit selbst an's Herz genommen, Auf gradem Weg ist Niemand umgekommen.

Frankfurt, den 7. Februar. Die orientalische Angelegenheit naht ihrer Entscheidung. Die Thronrede der Königin von England am 31. Januar erklärte daS Bündniß mit Frankreich zum Schutze der Unverletzlichkeit des türkischen Reiches für fest begründet und verlangte reiche Mittel für Rüstungen zur wirksamen Durchführung dieses Schutzes. Gegenüber diesen Sätzen mußte die Redensart: daß noch Hoffnung, den Frieden zu erhalten, vorhanden sey, unrichtig erscheinen. In der darauf folgenden Debatte über die AntwortSadresse auf die Thronrede griff im Oberhaus MarguiS von Clanricarde die Politik der Regierung an, während der Minister Cla­rendon ihre Vertheidigung übernahm. England und Frankreich hatten die Versicherungen des Zaaren, eS handele sich bloß um die Frage der heiligen Stätten, Anfangs geglaubt und seyen erst durch die Ueberschreitung deS Pruth und den Angriff auf Sinope zu ent­schiedenerem Vorgehen veranlaßt worden. Deßgleichen bemerkte Lord Malmesbury, daß weder Oesterreichs noch Preußens Verhalten in der Thronrede erwähnt sey; der Minister Lord Aberdeen ermahnte ihn aber, sein Urtheil von der Einsicht in die von der Regierung vorgelegten Aktenstücke abhängig zu machen. Noch wichtiger ist die Rede deS Ministers Lord John Russell im Unterhaus; er zweifelt an dem guten Aus­gange der Unterhandlungen, doch hofft er, die deutschen Mächte würden schließlich sich auch gegen Rußland auSsprechen, dessen Politik er als hinterlistig (fraudu- ous) be^net. Wir haben in unseren vorigen Ueberblicken angeführt, daß Rußland hinsichtlich deS Einlaufens der vereinigten Flotten in das schwarze Meer Fragen in Lon­don und Paris gestellt habe. Nach dem „Morning Chronicle" lauteten diese Fragen und die Antworten darauf Sie folgt: 1) Wenn die Flotten einen Angriff türkischer Küsten ^P„^"^lsche Schiffe verhinderst sollen, haben sie dann auch die Weisung, türkische Schiffe vom Angriff aus russische Küsten abzuhalten? Antwort: Ja. 2) Wenn eS den Türken erlaubt ist, Mannschaft und Kriegsmaterial nach dem asiatischen Kriegsschauplatz zu tranSportiren, werden die vereinigten Flotten dasselbe den Russen gestatten? Antwort: Ain! • $ diesen Erklärungen ist die Abreise der Herren von Brunnow und von Klsseleff nicht zweifelhaft mehr. — Je wichtiger im jetzigen Augenblick die Stellung der zwischen Frankreich und Rußland gelegenen Mächte ist, desto natürlicher sind die Bestre­bungen von beiden Seiten , auf dieselbe durch besondere Missionen einzuwirken. «'»er solchen für Wien und Berlin ist russtscherseitS Graf Orloff bestimmt und am