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Werthers Schauspiel „Susanne und Daniel", das neulich in Berlin mit Beifall auf» genommen wurde, kommt nächstens im Wiener Burgtheater zur Aufführung.

Der Thüringer „Kunstverein" eröffnet in diesem Jahre seine Ausstellung zu Erfurt den 1. Mai, zu Naumburg den 1. Juni, zu Jena den 1. Juli, zu Suhl den 1. August, zu Nordhausen den 1. September und zu Mühlhausen den 1. October.

Von Ludwig Storch, der jetzt deS GehörS beraubt in Waltershausen am Fuße deS Thüringer Waldes lebt, ist eine Sammlung lyrischer Gedichte erschienen. Seine ersten Gedichte gab er auf dem Gymnasium in Nordhausen heraus.

MeyerbeerS neue Oper, für die seit vier Monaten fortwährend Proben gehalten werden, soll in dieser Woche in Paris vom Stapel lausen Die Opera comique bietet Alles auf, um das Ihrige zu dem erwarteten glänzenden Erfolg beizutragen. Sie bietet nicht nur für die Jnscenirung, Dekorationen ,c. alles Mögliche auf, sondern hat auch ein neues BalletcorpS und ein Orchester von 45 Mitgliedern, daS auf der Bühne be­schäftigt wird, engagirt. Der Tag der ersten Darstellung ist noch nicht festgesetzt.

Die Cerrito, schreibt man anS Paris, ist am 9. in dem Ballet Orfa wieder aufgetreten. Der Kaiser und die Kafferin wohnten der Borstellung bei. — Sophia Cruvelli ist am 16 in Meyerbeer'S Hugenotten ausgetreten. — Mlle. Rau geht nach den Ver St. von Amerika und wird dann nach Frankreich zurückkehren. — Mlle. Le­febvre (von der komischen Oper) ist schon seit mehreren Tagen unpaß: ihre Krankheit verzögert auch den Fortgang der Proben deS „ Nordsterns." Rossini'S „ Italienerin in Algier" ist am 14. mit der Alboni, Gardoni und Rossi gegeben worden. — Bei der letzten Darstellung der Lucrezia sang Erne sta Grisi die Rolle deS Orsini und wurde sehr gut ausgenommen. G rard, der, alS Baryton, auf dem Theater der komischen Oper vor etwa 10—12 Jahr sehr gefiel, hat den Verstand verloren. Coudere hat ogleich eine Collecte für ihn eröffnet, zu der seine College» sogleich sehr willig beitrugen, o daß Grard alle mögliche Hülfe erhalten wird. Coudere hat abermals bewiesen, daß ein Herz eben so groß ist, als sein Talent. Die Einnahme sämmtlicher Theater, Con­certe, Bälle und Neuigkeiten betrug im vorigen ganzen December 1 Mill. 207,405 FrS. 57 CtS.

Der Kupferstecher Professor Schäffer ist nun von Frankfurt nach München über- gesiedelt. Von einem mehr als einjährigen Aufenthalt in Italien hat er kostbare Zeich­nungen zu Kupferstichen mitgebracht, mit deren Ausführung er gegenwärtig belchâftigt ist; darunter die „himmlische und die irdische Liebe" von Tizian in der Gallerte Borghese und die Madonna Rafaels mit den drei Kindern bei dem Herzog von Terranuova, eines der entzückendsten Bilder des göttlichen Meisters, obenein noch nicht oder so gut wie noch nicht gestochen. Auch eine der reizvollsten Zeichnungen Kaulbachs zu Shakespeares „Sturm" hat Schäffer unter den Händen.

Man schreibt aus Offenbach, Samstag den 28. Januar wohnten wir einem Concerte, veranstaltet von Herrn Kapellmeister Maschek, bet, und danken demselben hiermit für den uns bereiteten Genuß. Das Programm, welches viele schöne Nummern bot, wurde mit vielem Beifall von dem zahlreich anwesenden Publikum ausgenommen. Die erste Abtheilung eröffnete ein Quintett von Rtcha Op. 88, No. 2 in Es dur für Flöte, pboe, Clariuette, Horn und Fagott, welches trefflich erecutirt wurde. Ferner Arie aus Hochzeit des Figaro von Mozart, gesungen von Frau Maschek. Wir lernten in Frau Maschek eine gebildete Sängerin kenne», welche im Besitze einer herrlichen kräfti­gen Sopran-Stimme ist. Ferner spielte Herr Maschek Sohn, die Fantasie milttaire von Leonard, und entwickelte darin eine seltene Bravour hinsichtlich sowohl der Bogenführung als des Gefühls und Schwunges im Vortrag. FernereinQuartettauSDonizetti'öLucia. Dies bildete die erste Abtheilung. Die zweite Abtheilung gab uns den Schluß des Quintetts und einige GesangSnummern, und zum Schluß spielte Herr Maschek Sohn noch den Carneval von Venedig, welcher mit stürmischem Beifall belohnt wurde.