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gangenen Jahres die Summe von 83. Diese Vermehrung des Krankenstandes ist bedingt durch eine vermehrte Aufnahme. Im Jahre 1851 fanden 16 Aufnahmen statt, im Jahre 1852 28, und im verflossenen stieg die Anzahl der Aufnahmen auf 42. Entlassen wur­den in diesem Jahre 26, worunter 12 geheilt, 10 gebessert und 4 ungeheilt. Es starben im Lause deS Jahres 9. Der Personalstand der Epileptischen war am 1. Jan. 1853 15. Ausgenommen wurden im Laufe deS Jahres 4, geheilt entlassen 1, ungeheilt 1, gestorben sind 3, mithin verblieben am 1. Januar 1854 14.

Seit dem 1. d. hält Herr Dr. Moritz Brühl lateinische Vorlesungen im Braun­fe lSsaal vor einem sehr zahlreichen Publikum.

Heute kam ein Pferd allein und ledig von der Oberräder Chaussee nach Sachsen­hausen spaziert. Was aus dem Herrn geworden tst, weiß man nicht. Es wurde ein­gefangen.

Am Theaterplatz wurde heute Nacht nach Mitternacht ein Bettler verhaftet. Der­selbe war im Besttze von einer Flasche Wasser und mehreren Tractätchen, welche vor Krankheit und Pest schützen Wahrscheinlich wollte er aus den Maskenball gehen.

In der Kornblumengaffe brannte eS gestern in einer Dachkammer. DaS Feuer wurde jedoch sofort und ohne Aufsehen gelöscht. □

Kunst», Literatur - und Theater »Motizen.

Die Magdeb. Corresp. theilt folgende Notiz mit: „Herr Caplan Bock, Jnspector deS erzbischöflichen MuseumS für kirchliche Alterthümer in Köln, ist in Halberstadt wohl acht Tage lang behülflich gewesen, die reichen Schätze im dortigen Dome historisch zu ordnen und aufzustellen. Rach Versicherungen dieses höchst unterrichteten Mannes hat nicht nur keine Cathedrale in Frankreich, Belgien und Deutschland auch nur einen an­nähernden Reichthum, sondern eS würde selbst auS allen Kirchen und Museen Frank­reichs keine Sammlung zusammengebracht werden können, in welcher so viele und so werlhvoüe Schätze der Weberei und Stickerei, wie der Ornamentik sich vereinigen könn­ten. Diese Sammlung bietet eine vollständige Uebersicht von Meß- und andern Kirchen­gewändern, insbesondere an Bischofsornaten vom 12. bis zum 16. Jahrhundert, von Caseln, Capuzen, Dalmatiken und Pluvialen, von Stolen, Cingeln, Bischofsmützen, Sandalen, ja auch von Decken, Teppichen, Fahnen und Bekleidungen. Die ältesten Sa­chen gehören zu den Schätzen, welche Bischof Konrad, der den Dogen von Venedig bei der Eroberung von Byzanz unterstützt hatte, schon im 12. Jahrhundert mitgebracht und die in der Uebergabeurkunde speciell genannt und bezeichnet find." Bekanntlich bereist Herr Caplan Bock jetzt die Städte Deutschlands, in deren Cathedralen sich alte Meß­gewänder, Kirchenschmuck k. befinden, um über die Paramentik des Mittelalters Unter­suchungen anzustellen und um die vorzüglichsten Vorbilder und Muster nachbilden lassen und wieder benutzen zu können. In derselben Absicht hat der genannte Herr Caplan be­reits ganz Frankreich und den Westen Deutschlands durchforscht.

Im December v. I. sind von Wien mehrere Kisten mit deutschen, in Oesterreich gedruckten Büchern, meist wissenschaftlichen Inhalts, nach Brasilien abgegangen, welche im Auftrage Sr. Majestät des Kaisers Dom Pedro II. zur Anlegung deutscher Biblio­theken angekauft wurden.

Kretschmer'S „Türkische Casernenwache", ein Bild, das in Sachse's permanenter Kunstausstellung zu Berlin in der letzten Zeit bedeutendes Aufsehen machte, ist bereits von einem Engländer zu hohem Preise angekaust worden.

Zu de» bibliographischen Seltenheiten, welche kürzlich in de Bure'S großer Aution in Paris vorgekommen sind, gehört auch eine in sechs Exemplaren, von Crapelet, ge­druckte Beschreibung deS Exemplars der grands et petits voyages deS Th. de Bry, welche sich in der Bibliothek des Herzogs von Bedford befindet. Sie besteht aus neun­zehn Foliobänden, in blauen Maroquin gebunden, und ist wahrscheinlich dasselbe Erem-