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M 28. Donnerstag, den 2. Februar' 1854.
UeberNLÄ der GeeègMffs im Wsbèete dse politLfchs« irmh MäesLsKLK IKLeeeffsR.
‘ Nachdem Einer ringt, Also ihm gelingt, Wenn Manneskraft und Hab' Ihm Gott zum Willen gab.
Göthe.
Frankfurt, den 2. Februar. Wir haben neulich die Handelsstädte Süddeutschlands in diesen Ueberblicken kurz betrachtet; die soeben erschienene dritte Abtheilung von dem statistischen Werke über die deutschen Ströme, das unser fleißiger Mitbürger Herr Heinrich Meidinger verfaßt, die Elbe enthaltend, gibt uns Gelegenheit, unseren Lesern einige Mittheilungen über Hamburg zu machen, den ersten Handelsplatz des europäischen Festlandes. Eine HandelSstatistik der Elbe concentrirt sich naturgemäß in der Betrachtung von Hamburg, doch schicken wir einige Angaben über die Elbe selbst voraus. Die ganze Flußlânge der Elbe von der Quelle bis zur Nordsee beträgt 155, die Schifffahrtslänge im Strom gemessen, von Melnick an, HS'^ Meilen. In das eigentliche Flußgebiet der Elbe theilen sich 10 deutsche Staaten. Die größte Userlänge besitzt Preußen mit 175,000 Ruthen; dann (ommt Sachsen mit 63.000, Böhmen mit54,50??, Hannover mit 47,000 Ruthen, Das Flußgebiet der Elbe, mit Einschluß der Rebcnströme, nimmt 1800 Quadratmeilen ein. Der Fall des Flusses von der Quelle zur Mündung beträgt 4324 Fuß auf die 16^^ deutsche Meilen lange Strecke; zwischen Hamburg und Kurhasen beträgt das Gefäll nur 2^jz Fuß. Dieselbe Strecke wird von der Fluch in 5 Stunden zurückgelegt. Sehr reich ist die Elbe an Brücken. Zwischen Dresden und Hamburg gibt es fünf in den letzten Jahren erbaute Eifenbahnbrücken, zu Dresden, Riesa, Roßlau, Magdeburg, Wittenberge; eine sechste bei Lauenburg ist projectirt. Außer jenen fünf gibt cS noch eine Steinbrücks bei Leitmeritz, eine Kettenbrücke bei Teffchen, Steinbrücken bei Dresden, Meißen, Torgau, Dessau, Wittenberg und eine hölzerne bei Magdeburg, also zwölf stehende Verbindungen, wogegen der Rhein seine letzte ständige Brücke bei Basel hat. Bekanntlich hatte Davoust 1809 auS Holz im Belauft von einer Million Mark, das er Hamburger Kaufleuten wegnahm, binnen drei Monaten eine 14,400 Fuß lange und 40 Fuß breite, auf 855 Pfahljochen ruhende Brücke zwischen Hamburg und Harburg erbaut, über deren Unterhaltung später Hamburg und Hannover sich nicht einigen konnten, daher sie abgebrochen wurde. In den 1824 bei Wilman'S dahier erschienen Ansichten von Hamburg ist sie nach einer Zeichnung von Radl abgebildet. Erst 1852 wurde zwischen beiden Staaten eine Uebereinkunst geschlossen, den alten französischen Weg über die Insel Wilhelmsburg wiederherzustellen, und zwar durch ein festes Pflaster,