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*** Petersburg. Es gehen immer mehr Details über die Verluste der Armee ein; Der bei Basch-Kadyklar schwer verwundete General Fürst Orbelian ist am 20. Decbr. an seinen Wunden gestorben. Nächstdem berichtet das Militärblatt von einzelnen heldenmüthigen Zügen der orthodoxen Kämpfer, und der Kaiser fährt fort mit Dankesrescripten, so an die Kaufmannschaft von Moskau, welche namhafte Summen zu Hospital-Utensilien geschenkt hat; ferner an den Gouverneur von Moskau, Grafen Zakrewski, der die Bewohner der ersten Hauptstadt des Reiches zu Gratulationen in Anlaß des Neujahrs veranlaßte. Graf Gurjew ist ebenfalls mit einem Handbillet der Anerkennung seiner Thätigkeit als Vorsitzen­der im Departement der kaiserlichen Landgüter begnadigt worden.

Weitere Berichte aus Petersburg vom 16. melden: Am 12. waren die Herren de Reizet aus .Paris und Martiny aus London mit, den Notisicationsnoten über das Einlaufen der Schutzstotten eingetroffen. Am 13. wurden die Noten gleichzeitig übergeben und noch am selben Tage fand der erste Ministerratb statt. Am 14. wurde der Beschluß gefaßt, vor einer definitiven Entscheidung einige Aufklärungen zu begehren; mittlerweile aber den Reichs­rath einzuberufen, bei dem der Kaiser den Vorsitz führt. Am 16. hat der Kaiser diesen Beschluß genehmigt. Unter den Punkten, über welche Aufklärung gewünscht wird, ist auch jener, welche Stellung die Schutzflotten einnehmen würden, wenn im schwarzen Meere rus­sische Schiffe von türkischen angegriffen werden.

%* Kopenhagen. Nach einer Correspondenz des „Aarh. Avis" ist davon die Rede, daß von den Beurlaubten 15,000 Mann unter die Waffen gerufen und 10,000 Recruten ausgeschrieben werden sollen , um die Militärmacht auf Seeland zu verstärken. Auch war von einer neuen Anleihe die Rede.

Berlin, 22. Januar. Nachdem unlängst Jemand dem Minister des Innern die Mittheilung eines radicalen Heilmittels gegen die Kartoffelkrankheit um den Preis von 80,000 Thlrn. angeboren hatte, tritt nunmehr ein gewesener Militärarzt auf und ver­spricht, für eine Belohnung von 25,000 Friedrichsd'or die Soldaten hieb - und kugelfest zu machen, wenn auch nicht auf absolute Weise, doch so, daß nur noch ein Fünftel der bisherigen Verwundungen vorkomme.

Henriette Sontag ist Ende December v. I. nach dem Westen der Vereinigten Staaten abgereis't. Sie wird über New -Orleans nach der Havannah gehen und im Juni nach Europa zurückkehren.

Am 18. Januar machte ein wohlgekleideter Herr in den Spaziergängen der Champs ElyfeeS Aufsehen durch die Windeseile, mit der er dahinrannte. Er hatte nämlich in einem seidenen Netze, das unter seinen Schultern befestigt, eine Menge mit Wasserstoffgas gefüllte Blasen, welche ihn leicht schwebend erhielten, ohne ihn ganz von der Erde zu heben. Seine Bewegungen waren bewunderungswürdig leicht und außerordentlich rasch zum Staunen der Anwesenden.

Praktisch, gut! An einigen Orten Hannovers ist eSSitte, daß, sobald inFolge von Schneegestöber oder Glatteis das Schneeschaufeln, Trottoirbestreuen oder sonst waS in der Gassenordnung zu thun erforderlich ist, ein Mann mit einer großen Glocke läutend durch die Straßen geht, zur Reinigung der Straßen auffordert und Folgendes beisetzt: «Oder kommen in zwei Stunden die Gefangenen." Ist daS Nöthige in zwei Stunden nicht geschehen, so kommen die angedrohten Sträflinge und besorgen das Geschäft, wo­für dann ihr Führer sich in dem betreffenden Hause eine entsprechende Zahlung ausbittet«

Der englische Lustschiffer Knight verunglückte am 10. December v. J. in Bombay, indem er mit seinem Ballon inS Meer fiel und ertrank.