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hineingezogen werden kann; wir finden cs natürlich, daß zu Paris und London die Course in einem Augenblicke fallen, wo die Seemächte durch einen bedeutsamen Akt die Eventualitäten eines ConflikteS mit Rußland vermehren; aber wir suchen vergeblich nach einer Erklärung oder nach einer Entschuldigung dafür, daß die Berliner Börse dem Im­pulse, der von jenen Punkten auSgeht, widerstandslos folgt, statt durch ihre Festigkeit zu zeigen, daß sie die Lage des Landes und die Politik der Regierung richtig beurtheilt: die Politik einer Regierung, deren Bestreben dahin geht, die Ration vor den Opfern eines ihren Interessen fern liegenden Krieges, wenn irgend möglich, zu bewahren; die Lage eines Landes, daS, vermöge feiner geordneten Finanzen, seines tapferen Heeres und seines bewährten Patriotismus allen Gefahren kühn ins Angesicht schauen darf. Sehen wir jedoch von den besonderen Verhältnissen unseres Vaterlandes ab, welche die Besorgnisse vor einem kriegerischen Conflikte und damit die Eventualität einer Mobilmachung in daS Gebiet der Unwahrscheinlichkeiten verweisen, so scheint unö die gegenwärtige Situation — so ernst sie ist und so wenig wir unS für deren Ausgang verbürgen wollen — nicht in dem Grade kritisch, daß sie die Hoffnung auf Erhaltung deS europäischen Friedens ab­schneiden könnte. Wenn man über die in St. Petersburg vorwaltende Stimmung wie­derholt allerlei beunruhigende Gerüchte verbreitet, von sofortiger Abberufung der kaiserl. russischen Gesandten aus London und Paris, von einer Kriegserklärung gegen die West­mächte gesprochen hat, so können wir diesen Mittheilungen, aus zuverlässiger Quelle, widersprechen. Vielmehr haben wir guten Grund zu glauben, daß Seine Majestät der Kaiser von Rußland, vermöge seines innigen Freundschafts- und Vertrauensverhältnisses zu den deutschen Großmächten, den versöhnlichen Vorstellungen, welche noch in der jüng­sten Zeit von Berlin und Wien aus an den russischen Hof gerichtet worden sind, die bil­lige Berücksichtigung nicht versagen wird. Jedenfalls find wir in der Lage versichern zu können, daß nichts zu der Annahme berechtigt, daß das Cabinet zu St. Petersburg das Einlaufen der combtnirten französisch-englischen Flotte in daS schwarze Meer alS einen Kriegsfall anzusehen und die von Wien her übermittelten Ausgleichungsvorschläge zurück- zuweisen entschlossen sey. Wenn eS daher auch bis jetzt den Bemühungen der Diplomatie nicht gelungen ist, den Streit im Oriente zu schlichten, so dürfen wir doch die Hoffnung auf einen besseren Erfolg nicht ausgeben. Ueber allen streitenden Interessen steht ein allgemeines, von allen Parteien gleich tief empfundenes Bedürfniß, welches endlich den Sieg davon tragen wird: das Bedürfniß des europäischen FriedenS."

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