zählt 2 Balletmetster, 8 Solotänzer und 9 Solotänzerinne», einen Pantomimisten, 24 Figuranten und 24 Figurantinnen. Souffleurs fungiren 3. — Die königliche Kapelle unter den Herren General-Musikdirektor Meyerbeer, Kapellmeister Taubert und Dorn, Konzertmeister RieS und Ganz und dem Dirigenten der Balletmustk zählt jetzt 29 Violinisten, 8 Bratschisten, 12 Violoncellisten, 7 Kontrabassisten, 5 Flötisten, 5 Oboisten, 5 Klarinettisten, 4 Fagottisten, 8 Waldhornisten, 3 Poffaunisten, 3 Trompeter, 1 Pauker und 3 Harfenisten.
Die Pariser tnteresstren sich natürlich viel um den Succeß ihrer gefeierten Mimin Dem. Rachel in der Residenz des Czaaren. Da joll sie neulich bei einem Spaziergange einem jungen Manne begegnet haben, der ohne Weiteres auf sie zuging, sie mit einer Hand bei der Schulter faßte und mit der andern eine Hand voll Schnee ergriff, womit er sie unbarmherzig im Gesichte rieb, ohne daß einer der Umstehenden ihr Hülfe leistete. Sie war zu schwach, um sich zu wehren und mußte sich geduldig ergeben. Nachdem der Mann dieses eine Zeit lang fortgesetzt und beendigt hatte, entschuldigte und empfahl er sich höflich; erhalte ihre Nase gerettet, die Zeichen des Erfrierens an sich trug.
„Der grüne Heinrich" heißt ein vierbändiger Roman von Gottfried Keller, der bei Vieweg und Sohn in Braunschweig bis jetzt bis zum dritten Theil erst erschienen ist, nachdem der erste bereits seit zwei Jahren im Druck vollendet und daS Manuscript dazu schon 1847 entstanden war. Der Verfasser gibt in der Hauptsache darin eine Selbstbiographie, daS Tendenziöse aber ist, so weit das Buch schon vorliegt, mehr philosophischer und artistischer als politischer Natur.
Ueber unsern jungen Landsmann, den talentvollen Violinvirtuosen Stroma per enthalten die engl. Blätter wiederholt die schmeichelhaftesten Berichte. Spiel und Kompositionen des jugendlichen Künstlers werden außerordentlich günstig beurtheilt.
Neben den lebhaften Strömungen unserer Mode-Schriftsteller, die ost mehr Geschrei, als Genuß um sich verbreiten und nicht selten auf eine literar-hisiorische Bedeutung prahlende Wechsel ausstellen, welche die Nachwelt nicht accsptirt, gibt es einige stille Plätzchen, wo sich kaum ein Lüstchen rührt, wo Alles still, altbürgerlich und gemüthlich hergeht. So hat Leibrock, obwohl die Kritik ihn ignorirte oder nur nebenbei einmal versiflirte, eine Bibliothek von Romanen geschrieben und sich dabei ein hübsches Auskommen geschaffen. Unb so spinnt auch Henriette Hanke noch fort und fort am romantischen Rade deutscher Gemüthlichkeit, Zimperlichkeit und Kleinstädtern. Ja, Henriette Hanke, geborne Arndt, lebt und schreibt noch, zwar nicht mehr so, wie in ihren Glanztagen der „Perlen" und „Blumen", der „Schwiegermutter", der „Pflegetöchter" rc., sie findet aber doch ohne Zweifel noch ihr Publikum. Denn jüngst erst wieder hat sie ihre lieben „Leserinnen" — und nur an diese hält sie sich, und „Ja, me.ne Leserin!" beginnt sie gar oft unb gern, wenn sie Reflexionen machen will — mit einem neuen Roman überrascht: „Ein stilles Hauswesen." „H. Hanke's Schriften" (Hannover, Hahn'sche Hof-Buchhandlung) bilden jetzt nicht weniger als 114 Bände.
Die Tochter der Frau Charlotte Birch-Pfeiffer, Fel. Wi lhelmtne Birch, hat am 11. Jan. in Shakespeare's „Romeo und Julia" als Julia in Gotha mit glänzendem Erfolge debutirt.
Ingres hat sein vielbesprochenes Deckengemälde in einem der Haupèsâle deS Hotels der Präfeetur der Seine vollendet. Es stellt Napoleon I. als Triumphator dar auf einem Quadrijugum, umgeben von einem zahlreichen Gefolge symbolischer und allegorischer Personen. Eine Apotheose des Kaisers zu malen, war keine leichte Aufgabe.
Unsere Theaterdirection entfaltet fortwährend große Thätigkeit. Demnächst werden die Herren Steger aus Wien, sowie Fräulein Ney aus Dresden, beioeS große Kunstnotabilitäten, ein Gastspiel auf unserer Bühne eröffnen. Ebenso wird Herr Hendrichs zu einem neuen Gastfpielcyclus hier eintreffen. An der neuen Jnscenesetzung deS „Freischütz" wird tüchtig gearbeitet; Herr Brand aus Darmstadt fertigt die Maschinerie